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30.06.2023

Corona-Soforthilfe: ZV-Musterbrief downloaden

Der Zentralverband ruft die Friseurinnen*Friseure dazu auf, ihre Bundestagsabgeordneten im Wahlkreis anzusprechen und stellt dafür ein Musterschreiben zur Verfügung.

Der Zentralverband weist in einer aktuellen Aussendung darauf hin, dass das Friseurhandwerk in einer ernsthaften wirtschaftlichen Krise aufgrund der Corona-Pandemie steckt. Hohe Inflationsraten, steigende Energiekosten, aktuelle Lohn- und Tarifentwicklungen sowie die zurückhaltende Konsumbereitschaft führen zu starken Ertragseinbrüchen.

Zusätzlich belasten die Rückzahlungsforderungen der Bundesländer im Rahmen des Soforthilfe-Programms die Friseur-Betriebe. Der Zentralverband weist in dem Schreiben daraufn hin, sich für bundeseinheitliche Regelungen einzusetzen und hat dafür Bundesfinanzminister Christian Lindner und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck kontaktiert.

Friseure sollen sich aktiv an Politik wenden

Der Zentralverband ruft die Friseure dazu auf, ihre Bundestagsabgeordneten im Wahlkreis anzusprechen und stellt dafür ein Musterschreiben zur Verfügung ► Musterbrief Corona Soforthilfe

Gemeinsam sollen Lösungen für die existenzbedrohende Situation gefunden werden. Mit dem Musterbrief sollen die Forderungen nach fairen Regelungen zu unterstützt und die Zusammenarbeit gestärkt werden.

Inhalt des Musterbrief Corona-Soforthilfe

Sehr geehrter Herr/Frau,

das Friseurhandwerk ist in der Corona-Pandemie in eine ernstzunehmende wirtschaftliche Schieflage geraten. Trotz Ende der pandemischen Bedrohungslage steht das Friseurhandwerk am Rande eines unternehmerischen Massen-Exodus.

Steigende Inflationsraten und Energiekosten, aktuelle Lohn- und Tarifentwicklungen, sowie die spürbare Konsumzurückhaltung und nicht weiter kompensierbare Ertragseinbrüche, bringen eine gesamte Branche ins Wanken. Die gewachsene Schwarzarbeit, die Nachwuchs- und Fachkräfte-problematik und weitere strukturelle Herausforderungen, lassen den Unternehmen keinen Spielraum mehr. Die Rücklagen des Betriebes sind aufgebraucht. Die Betriebsaufgabe ist vorprogrammiert. Dem Sterben der Betriebe muss endlich Einhalt geboten werden.

Mit Unmut beobachten wir, wie die Rückzahlungsforderungen der Landesregierung im Rahmen der Umsetzung des Bundesprogramms „Soforthilfe Corona für Kleinstunternehmen und Solo-Selbstständige“ die Notlage des Betriebes zusätzlich verschlimmern. Die existenzbedrohenden Umstände werden durch intransparente und unübersichtliche Rückzahlungsmodalitäten verstärkt und offenbaren sich in massiven regionalen Diskrepanzen. Unmut und ein völliges Unverständnis darüber bestimmen nachhaltig die Stimmung der gesamten Branche.

Unser Unternehmen ist bereit um jeden Arbeitsplatz, um jede Ausbildungsstelle und um die eigene Existenz zu kämpfen. Dies aber zu klar geregelten, planbaren und vor allem bundeseinheitlichen Bedingungen.

Sehr geehrte/r Herr/Frau Name, die Friseurinnen und Friseure in Ihrem Wahlkreis setzen auf Ihre Unterstützung. Wir bitten Sie, machen Sie sich stark dafür, dass die Bundespolitik faire sowie bundeseinheitliche Bedingungen für die Rückzahlung der Corona-Soforthilfe für die Unternehmer und Unternehmerinnen im Friseurhandwerk schafft.

Mit freundlichen Grüßen