Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut möchte die Forderung der Friseurbranche nach einer MwSt. Reduzierung auf 7% unterstützen | Credits: Christian Ohde / ChromOrange / picturedesk.com // Philipp von Ditfurth / dpa / picturedesk.com

29.06.2023

7% MwSt: Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin will unterstützen

Ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut und Landtagsabgeordneter Thomas Dörflinger gaben gegenüber Vertretern des Friseurhandwerks BW zu erkennen, die Forderung der Friseurbranche zur Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes auf 7% zu unterstützen.

Die Wirtschaftsministerin von Baden-Württemberg, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, traf sich am 28. Juni am Rande der Plenarsitzung mit Vertretern des Fachverbandes Friseur und Kosmetik Baden-Württemberg, um über die Zukunft des Gewerks zu sprechen. Besprochen wurden die Rückzahlung von Corona-Soforthilfen, stagnierende Umsätze und die Ausbildungssituation.

Die Vertreter des Friseurhandwerks forderten mehr Spielraum bei den Rückzahlungen der Corona-Soforthilfen und eine Verlängerung des Zeitraums für die Ratenrückzahlung. Zusätzlich verlangten sie finanzielle Unterstützung für die Ausbildungsbereitschaft durch die Wiedereinführung der staatlichen Ausbildungsprämie.

Eine weitere Forderung war die Senkung der Mehrwertsteuer für Friseurdienstleistungen auf 7%. MinisterinHoffmeister-Kraut und Landtagsabgeordneter Thomas Dörflinger signalisierten ihre Unterstützung für diese Forderung.

„Die europäischen Nachbarländer setzen längst auf einen reduzierten Mehrwertsteuersatz in der Friseurbranche und in der Gastronomie. Wir wünschen uns deshalb, dass sich die Landesregierung, ebenso wie für den Erhalt des reduzierten Mehrwertsteuersatzes in der Gastronomie, für die Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes auch für die Friseurbetriebe einsetzt“, so Obermeister Boris Aierstock aus Biberach.

Die Forderungen des Friseurhandwerks spiegeln die aktuellen Herausforderungen der Branche wider. Die Unterstützung der Ministerin lässt auf positive Veränderungen hoffen.

Laut Aussendung des Fachverband Friseur und Kosmetik Baden-Württemberg steige die "unfaire, ausbildungsfeindliche und ruinöse Konkurrenz der nicht mehrwertsteuerpflichtigen Kleinstbetriebe" ständig (bis zu 35 % aller Selbstständigen in der Branche). „Sie graben den Vollbetrieben mit Ausbildung buchstäblich `das Wasser ab`“, so Landesgeschäftsführer Matthias Moser.