Credit: Fotografenwerk Hamburg / OGS

18.02.2019

Bodo Hillers zweistelliges Plus dank Eigenmarken und Mikronisierung

Multimarkenpartner Stopperka macht im insolventen Norden Wachstumsumsatz. Wie das? GF Bodo Hillers teilt seine Gedanken mit imSalon´s Raphaela Kirschnick.

Bodo, Insolvenzen durchziehen den Norden, wie schlägt sich das bei euch nieder?
Bodo Hillers:
Gar nicht. Natürlich führt es zu Verunsicherung im Markt, in unserem Geschäft jedoch schlägt sich das nicht nieder, wir haben einen Umsatzzuwachs im zweistelligen Bereich.

Umsatzwachstum, wodurch generiert?
BH: Eine sehr erfolgreiche Hausmesse, durch Kunden, die von der Industrie nicht mehr besucht werden und nach exklusivem Ersatz suchen, da kommen unsere Eigenmarken ins Spiel. Einen weiteren Boom erleben wir durch den Trend der vielen Einzelsalons bei Einrichtung. 

Weshalb gerade der Einrichtungsbereich
BH:
Jungunternehmer wollen heute alle ihre Salons neu einrichten. Viele Salonunternehmer wollen aber auch einfach nur etwas Frisches in den Salon bringen. Das ist nicht immer eine komplette Neueinrichtung, viele kaufen dann eben nur neue Stühle oder eine neue Rezeption. Aber diese vielen kleinen Neukäufe schlagen sich positiv in Zahlen nieder.

Eure Eigenmarken lösen die Industriemarken ab?
BH:
Ja, Friseure suchen nach Alternativen zu den großen Industriemarken. Unsere Eigenmarken wie Affinage. Hier werden wir auf der Top Hair Messe eine eigene Show haben und einen großen Stand.

Wie reinvestiert ihr den Umsatz?
BH:
Wir arbeiten an einem Projekt, wie wir grüner verpacken können und dadurch weniger die Umwelt belasten können. Da haben wir einige Projekte in Gang gesetzt, das ist sehr spannend.

2018 war ein erfolgreiches Jahr, wie wird das 2019 getoppt?
BH:
Ich weiß gar nicht, ob ich das toppen möchte. Im Rahmen unserer kleinen Möglichkeiten bespielen wir alle Kanäle, aber wir erfinden das Rad auch nicht neu. Wir machen mehr mit Videos, wir sind auf vielen Veranstaltungen, haben tolle Seminarkonzepte und leben aktiv den Familienbetrieb. Im Herbst waren 5000 Leute auf unserer Hausmesse, dadurch sind wir ja nicht nur umsatztechnisch nach vorne gekommen, das sind vor allem Kundenbindungsmaßnahmen.

Wie viele Familienmitglieder sind eigentlich aktiv an Bord?
BH:
Insgesamt vier. Meine Cousine Britta Stölting, meine Frau Claudia und ganz neu an Bord ist mein Schwager Jörg Proffen, da bin ich so froh drüber! Er steckt bis zum Hals in Messevorbereitung und betreut viele Projekte.

Am Sonntag habt ihr bei den Kölschen Figaros die Fotowand gemeinsam mit imSalon bestellt. Was bedeuten dir die Kölschen Figaros?
BH:
Karneval und die Kölschen Figaros bedeuten mir mittlerweile eine ganze Menge. Als Hamburger hast du damit normalerweis gar nichts am Hut. In der Karnevals Hochburg fühle ich mich richtig wohl! Ich gebe zu, anfangs habe ich die Kölschen Figaros auch genutzt, um Claudia - jetzt meine Frau! -, die ich vorher nur von L’Oréal kannte, immer wieder treffen zu können. Langfristig bauen wir im Rheinland unsere Kontakte aus, etablieren den Außendienst und das Geschäft wächst, das macht Spaß.

Seit wie vielen Jahren bist du bei den Figaros dabei?
BH: Mein erstes Mal war 1999, seit 2010 bin ich Senator, also förderndes Mitglied.

Wer hat dich dazu gebracht?
BH:
Der damalige Tondeo Geschäftsführer Wolfgang Stadler, zu dem ich nach wie vor ein gutes Verhältnis habe. Er hatte mich erstmals eingeladen.

Das Schönste bei der Sitzung der Kölschen Figaros?
BH: Friseure sind sehr emotionale Menschen und das schlägt sich dort in allen Richtungen nieder. Was gibt es besseres, als in einem tollen Ambiente, mit toller Musik und 1000 gut gelaunten Friseuren, die auf Stühlen stehen und mitsingen, zu feiern?

Alles sehr familiär, so erlebe ich euch auch, danke Bodo und weiterhin so viel Erfolg.