Mit welchen Herausforderungen ist Davines konfrontiert?
SR: Wir bewegen uns im gleichen Markt wie alle anderen. Natürlich wäre es einfacher, wenn die Branche wachsen würde, das tut sie aktuell nicht. Gleichzeitig sind wir als Davines Deutschland trotz globaler Stärke noch ein junges Unternehmen. Im März feiern wir unseren dritten Geburtstag, befinden uns noch in einer Aufbauphase.
Wie viele Außendienstmitarbeiter habt ihr aktuell?
SR: Wir arbeiten derzeit mit 15 Sales Consultants. Im Education-Bereich haben wir drei festangestellte Trainer sowie 18 Freelance-Trainer.
Neben unserer Academy in Düsseldorf und der langjährigen Partnerakademie in Berlin haben wir 2025 zwei neue Partnersalons als Schulungsstandorte in München und Coburg etabliert. So können wir verstärkt regionale Angebote schaffen.
„Besonders stark jedoch sind wir überall dort, wo eine kreative, nicht-mainstreamige Szene existiert.“
Gibt es regionale Schwerpunkte in Deutschland?
SR: Historisch bedingt sind wir im Süden stark vertreten. Nordrhein-Westfalen ist ebenfalls ein Schwerpunkt. Besonders stark jedoch sind wir in Städten wie Berlin, Freiburg oder Hamburg, überall dort, wo eine große kreative, nicht-mainstreamige Szene existiert.
Im letzten Interview sagtest du, euer Ziel sei es, unter die Top Ten beim Marktanteil zu kommen. Wo steht ihr heute?
SR: Wir sind 2025 tatsächlich auf Platz 10 gelandet. Jetzt ist unser Ziel Platz 7 zu erreichen.
Wichtig ist aber: Wir werden nicht mit jedem Salon arbeiten. Es muss inhaltlich passen, das heißt Qualität vor Quantität. Aktuell betreuen wir rund 1.000 Salons in Deutschland, perspektivisch sehen wir Potenzial bei etwa 1.500. Das wäre eine Größenordnung, die gut zu uns passt.
Welche Kriterien sind euch bei Partnerschaften wichtiger geworden?
SR: Der große Unterschied seit dem Wechsel zur eigenen Vertriebsorganisation ist unser ganzheitlicher Ansatz. Wir möchten nicht nur einzelne Produkte platzieren, sondern gemeinsam mit den Salons in allen Kategorien arbeiten – mit Pflege, Farbe, Styling und vor allem Education.
Dabei geht es um partnerschaftliche Entwicklung, nicht um Cherry Picking. Innerhalb unseres Portfolios gibt es Wahlmöglichkeiten, aber die Zusammenarbeit soll umfassend und strategisch sein.