Simone, der Satz „Frauen tragen diese Branche, jetzt bekommen sie die Bühne“ begleitet deine kommende Veranstaltung GLANZ&GLORIA. Wie ist es dazu gekommen – und wie hast du die zwölf Frauen gefunden?
Simone Klinge-Otto: Ich durfte gerade auf der Top Hair sprechen. Damit ist für mich ein großer Traum in Erfüllung gegangen. Danach habe ich aber von ganz vielen Seiten gehört: Warum sind eigentlich so wenige Frauen auf der Bühne? Das kam sogar von Männern. So ist die Idee entstanden, selbst etwas auf die Beine zu stellen.
Wie hast du die Frauen gefunden?
SKO: Mit den Referentinnen bin ich sehr gut vernetzt, teilweise befreundet. Ich habe sie angerufen, von meiner Idee erzählt, alle haben direkt ‚Ja‘ gesagt.
Woran liegt es, dass Frauen noch immer eher passiv sind? Was müsste passieren, damit Frauen in der Branche mehr Aufmerksamkeit bekommen?
SKO: Ich möchte nicht auf die Bühne, weil ich eine Frau bin, sondern weil ich etwas zu sagen habe. Oft liegt es noch an uns Frauen selbst. Wir dürfen lauter werden und stärker für unsere Themen einstehen. Wenn 80 % der Branche von Frauen getragen werden, dann wird es endlich Zeit, dass Frauen auch vorne stehen. Nicht, weil wir besser oder schlechter sind als Männer, sondern weil wir Dinge anders sehen und anders angehen.
In deinem Speakerinnen-Kreis sind ganz unterschiedliche Altersgruppen vertreten. Sind jüngere Generationen bereits fordernder?
SKO: Ja. Ich spüre bei den jüngeren Frauen oft mehr Biss, sie sind selbstbewusster. Ich bin 62 und kann natürlich auf einen riesigen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Aber ich musste mir mein Selbstbewusstsein im Laufe der Jahre erarbeiten. Junge Frauen leben Dinge vor, die ich grandios finde. Sie schaffen sich ihren Weg, ihr Traumbusiness, ihr Traumleben. Das beeindruckt mich sehr.