Raphaela Kirschnick im Gespräch mit Gabi Stern.
Liebe Gabi, was genau ist die SFB – und wofür brennt ihr?
Gabi Stern: Die SFB ist mit rund 1.500 Mitgliedsbetrieben der größte private Friseur-Fachverband im deutschsprachigen Raum – klar positioniert im Premiumsegment. Uns verbindet der Anspruch, Qualität, Wertschätzung und wirtschaftlichen Erfolg zusammen zu denken.
Gemeinsam mit unserem Partner La Biosthétique verfolgen wir dabei einen ganzheitlichen Ansatz: Dort die Marke, Produkte sowie Aus- und Weiterbildung – bei uns Erfahrungsaustausch, Unternehmer-Know-how und strategische Entwicklung. Ohne Konkurrenzdenken, dafür mit echter Kollegialität. Oder anders gesagt: La Biosthétique liefert die Hardware, wir die Software. Unser Motto ist ganz klar: gemeinsam stärker.
Die Branche steht enorm unter Druck. Was treibt eure Mitglieder aktuell am meisten um?
GS: Ganz eindeutig: Personal finden und halten. Der Fachkräftemangel ist allgegenwärtig – auch im Premiumbereich. Gleichzeitig erleben wir einen starken Wertewandel, vor allem bei der Generation Z. Das fordert uns UnternehmerInnen heraus, Führung, Ausbildung und Rollenbilder neu zu denken und im eigenen Betrieb klare Strukturen zu schaffen.
Wie reagiert ihr darauf konkret?
GS: Wir haben früh Verantwortung übernommen. Gemeinsam mit unserem Partner haben wir bereits vor über zwölf Jahren den Hair & Beauty Artist entwickelt – ein modernes Ausbildungskonzept inklusive Imagekampagne für unseren Beruf. In den letzten Jahren haben wir es weiter geschärft: mehr Praxisnähe, schnellere Einbindung junger Menschen, bei gleichbleibend hohen Qualitätsstandards.
Parallel unterstützen wir unsere Salons dabei, sich als attraktive Arbeitgeber zu positionieren: zeitgemäße Führung, transparente Entwicklungs- und Lohnstufen, flexible Arbeitszeiten und regelmäßige Mitarbeitergespräche. Führung heißt heute: zuhören, begleiten, wachsen – gemeinsam.