Am vergangenen Mittwoch fanden in Hamburg Eimsbüttel Barbershopkontrollen statt, an denen als Verbundeinsatz die Polizei, das Bezirksamt, das Finanzamt, die Handwerkskammer, die Friseurinnung und die Leitstelle Schwarzarbeitsbekämpfung mitwirkten.
Die Kontrollbilanz überrascht selbst Hartgesottene. In einem einzigen Barbershop in der Hoheluftchaussee im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel wurden multiple Mängel festgestellt:
- Das Geschäft war weder beim Gewerbeamt noch bei der Handwerkskammer eingetragen.
- Es wurde eine Person angetroffen, die verdächtigt wird, sich illegal in Deutschland aufzuhalten.
- Es wurde keine verantwortliche Person angetroffen und es konnte keine ausfindig gemacht werden.
- Es wurden erhebliche Hygienemängel festgestellt.
- Es wurde eine illegal betriebene, elektronische Werbetafel aufgestellt.
- Es wurden Verstöße gegen den Arbeitsschutz festgestellt.
Diese gehäuften Misstände ermöglichten es den Einsatzkräften, den Salon sofort behördlich zu schließen. In einigen der Vergehen führt das Gewerbeamt sowie die Handwerkskammer weitergehende Maßnahmen.
Falsche Abrechnungen & Schlafkammer im Hinterzimmer
In drei weiteren kontrollierten Salons in der Region Eimsbüttel wurden u.a. Verstöße gegen den Arbeitsschutz sowie Hygienemängel festgestellt und entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Auch das Finanzamt stellte Unregelmäßigkeiten in den Abrechnungen in allen drei Betrieben fest.
In einem Betrieb wurde zudem im hinteren Teil eine Kammer festgestellt, die als Schlafstätte genutzt wurde.