Thomas Venus im Interview mit Juliane Krammer
Herr Venus, Sie lassen Kundinnen* das Handtuch von zu Hause in den Salon mitbringen. Warum?
Thomas Venus: Um unseren Energieverbrauch zu reduzieren, begann ich nach Alternativen zu suchen. Da schaute ich mich in anderen Branchen um: Um Ressourcen zu sparen und die Umwelt zu schonen, weisen auch 5 Sterne Hotels darauf hin, dass Handtücher nach einmaligem Gebrauch noch einmal wiederverwendet werden sollen. Das wollte ich auch im Salon umzusetzen: Um zu vermeiden, dass Handtücher direkt wieder in der Waschmaschine landen, kann sie doch Kunde von zu Hause mitnehmen. Ich kenne das noch vom Osten, als man zur Physio-Therapie oder in Arztpraxen sein eigenes Handtuch mitnahm.
Wie kam das an?
TV: Die Kunden haben es gleich verstanden, da diskutierte auch niemand darüber. Nur andere Friseur-Salons haben sich anfangs über mich lustig gemacht, nun kopieren einige die Idee. Alle reden darüber, nachhaltiger zu arbeiten, Energie zu sparen und philosophieren über Zukunftskonzepte, da ist der simple Verzicht auf Handtücher ein guter Anfang. Zuerst gelacht und dann nachgemacht, sag ich immer.