Die Flut in Deutschland hat die Bundesländer NRW, Rheinland-Pfalz, Bayern und Sachsen besonders schwer getroffen, insgesamt sollen mehrere hundert Friseursalons beschädigt oder gänzlich vernichtet worden sein. Für die betroffenen Salonbetreiber, Mitarbeiter und deren Familien katastrophal; für Außenstehende nicht greifbar.
Heinz-Peter Hammer und Tochter Melanie Schmickler betreiben den Salon Hammer mit sieben Mitarbeitern in der Fußgängerzone in Bad Neuenahr. Im Facebook Live Talk der Friseure Deutschland Gruppe, initiiert von Marion Stahl und Felix Lang, berichteten sie am Montag über ihren persönlichen Katastrophenfall: Anhaltender Regen ließ die Ahr, einen Nebenfluss des Rheins, über die Ufer treten. Infolge wurden Straßen und Brücken weggespült, Häuser weggerissen, Ladenlokale geflutet, so auch der Friseursalon Hammer in Bad Neuenahr (Rheinland-Pfalz).
Ein Augenschein - wie schaut es vor Ort aus?
Melanie Schmickler beschreibt ein Szenario ähnlich einem Kriegsschauplatz. Niemand rechnete mit diesem Ausmaß. Es gibt teilweise keine Straßen mehr, der Asphalt ist aufgeplatzt und drückt sich in riesigen Platten an Häuserwände, Autos stapeln sich bergeweise übereinander. Das Wasser ist weg, der Schlamm ist geblieben. Es gibt keine Brücken mehr und keinen Strom. Kein Trinkwasser, kein warmes Wasser und Lebensmittel werden zum Teil in den Nachbarorten geordert.