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Peter und Bianca Zöllner | Credit: Zöllner Unternehmensberatung

03.07.2026

Kostenanstieg stärker als erwartet – 2026 alarmierend

Vorausschauende Planung ist heute wichtiger denn je … Steigende Kosten und von vielen nicht erwartete Zahlungen alarmieren, weiß Friseurunternehmensberater Peter Zöllner.

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Bereits im vergangenen Jahr haben wir anhand einer Kostenanalyse gezeigt, wie wenig von 100 € Salonumsatz tatsächlich im Unternehmen verbleibt. Ein Jahr später zeigt sich: Die wirtschaftlichen Herausforderungen sind nicht kleiner geworden. Im Gegenteil – viele Kosten steigen auch in diesem Jahr weiter. Wer seinen Salon erfolgreich in die Zukunft führen möchte, sollte deshalb bereits heute die Weichen für 2027 stellen.

Von 100 € Bruttoumsatz bleiben nach Abzug der Mehrwertsteuer lediglich 84,03 € Netto-Umsatz. Dem stehen durchschnittliche Gesamtkosten von 89,09 € gegenüber. Das Ergebnis: Ein Minus von 5,06 € pro 100 € Umsatz, wenn nicht gegengesteuert wird. 

Dies ist das dramatische aktuelle Ergebnis nach einer Auswertung von aktuellen repräsentativen Salonunternehmensdaten.

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Der größte Kostenblock sind dabei die Löhne und Lohnnebenkosten mit 56,18 €. Hinzu kommen Ausgaben für Produkte, Miete, Energie, Werbung, IT sowie weitere Betriebskosten. Viele Salons haben ihre Preise bereits angepasst – dennoch steigen die Kosten weiter. Deshalb reicht es nicht aus, nur auf vergangene Preiserhöhungen zu schauen. Entscheidend ist, die nächsten Entwicklungen frühzeitig einzuplanen.

Hinzu kommen in diesem Jahr weitere Belastungen, die viele Unternehmer erst auf den zweiten Blick erkennen.

So beschäftigen aktuell in Hessen die Rückforderungen der Corona-Soforthilfen zahlreiche Betriebe. Gleichzeitig werden im zweiten Halbjahr bei vielen Unternehmen Steuernachzahlungen fällig, weil während wirtschaftlich schwieriger Zeiten die Steuervorauszahlungen reduziert wurden. Verbessert sich anschließend das Betriebsergebnis, treffen Nachzahlungen und höhere Vorauszahlungen oft zeitgleich auf die Unternehmen.

Besonders kritisch wird die Situation, wenn zusätzlich unerwartete Belastungen hinzukommen. Wurden beispielsweise im Vorjahr die Steuervorauszahlungen reduziert oder war das Geschäft besser als erwartet, können erhebliche Steuernachzahlungen fällig werden. Wer seine Liquidität sehr knapp plant, gerät dadurch schnell unter Druck.

„Volle Terminbücher bedeuten heute nicht automatisch wirtschaftlichen Erfolg. Wer seinen Salon langfristig erfolgreich führen möchte, muss seine Zahlen kennen, Entwicklungen frühzeitig erkennen und rechtzeitig handeln.“

Peter Zöllner, Unternehmensberater.

Deshalb ist ein konstanter Blick auf die Zahlen zwingend. Eine Hochrechnung gemeinsam mit dem Steuerberater – zeigt frühzeitig, ob Nachzahlungen drohen oder Anpassungen notwendig werden. Zusätzliche Auswertungen verursachen zwar meist zusätzliche Steuerberaterkosten, sie können jedoch deutlich teurere Überraschungen vermeiden. Auch wenn zwei Geschäftsjahre gleichzeitig abgeschlossen werden, sollten diese Kosten von Anfang an mit eingeplant werden.

Ebenso wichtig ist es, Preiserhöhungen nicht nur an der Kasse zu messen. Entscheidend ist, ob die Kunden die neuen Preise akzeptieren und Kundenzahlen, Besuchsfrequenz und Anzahl der Dienstleistungen stabil bleiben. Denn eine Preiserhöhung bringt wenig, wenn sie durch weniger Termine oder geringere Nachfrage wieder verloren geht.

Auch auf der Mitarbeiterseite wächst der Druck. Durch steigende Krankenkassenbeiträge und Sozialabgaben bleibt trotz Lohnerhöhungen bei vielen Beschäftigten netto weniger Geld übrig. Das erhöht den Wunsch nach weiteren Gehaltsanpassungen und stellt Unternehmer vor zusätzliche Herausforderungen.

UNSER RAT:

Warten Sie nicht bis zum Jahresende. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Planung für 2027 zu beginnen. Wer seine Kennzahlen regelmäßig überprüft, Preise konsequent kalkuliert, Liquidität frühzeitig plant und die erwartbaren Kostensteigerungen bereits heute berücksichtigt, verschafft sich den notwendigen Handlungsspielraum für die Zukunft.

Mehr Tipps und konkrete Handlungsempfehlungen gibt es am 20. Juli beim ImSalon SalonTalk unter dem Motto: „Ein Jahr später – Unsere Warnung ist Realität geworden.“

Salon Talk mit PeterZöllner

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