Es gibt Apfel-Holunder Limonade und Muffins aus der Bäckerei um die Ecke. Die Polster am Fensterbrett sind bequem.
Ein gemütlicher Laden ist das hier, hinter der Leipziger Oper. Wohnzimmerflair mit bunt zusammen gewürfelten Sesseln, Spiegeln, Möbelstücken. Ein ausgedienter „Stassfurt“ Fernseher, der seine besten Zeiten mit den Programmen von DDR 1 und 2 hatte, dient als Produktregal. An den Wänden hängen wechselnde Gemälde Leipziger Künstler. Selbst gepflückte Blumen in verschiedenen Vasen. Ein kleiner Schreibtisch. Der Waschplatz thront auf einem Podest. Die Tür zum Geschäft lässt sich nur von innen öffnen. Für Kunden auf Termin.
Christin Baders Salon ist über Monate hin ausgebucht. Ein Ein-Personen-Unternehmen. Eine Friseurin, ein Kunde. Ich plaudere mit der Hobbyfotografin, deren Kunde Erik Platz nimmt. Auf dem alten Schneidesessel, der dem tristen Dasein in einem Leipziger Keller entkommen konnte und jetzt zum Arbeitsmittelpunkt im Salon CHRISTIN BADER geworden ist. Mit charmantem Dialekt spricht Christin. Schnell, viel und trotzdem irgendwie kurz.
Im Gespräch mit Katja Ottiger
imSalon: Du stehst immer allein im Geschäft, mit jeweils nur einem Kunden?
Christin Bader: Ja, stimmt. Es sei denn, es kommen Pärchen, dann sind es auch mal zwei.




