Anzeige

Anzeige

28.04.2026

"Bei KI vorn dabei zu sein, heißt, mehr Zeit für Kunden zu haben"

Künstliche Intelligenz ist im Friseursalon längst angekommen. Anfangs für viele noch eine Spielerei in Social Media, lassen einige Salons bereits die KI ans Telefon gehen oder AI einen Blick auf die Salonzahlen werfen, weiß Heiko Schneider.

Anzeige

Anzeige

Heiko Schneider im Gespräch mit Katja Ottiger

Heiko, ist die Künstliche Intelligenz denn wirklich schon in den Friseursalons angekommen?
Heiko Schneider:
Ja, in verschiedenen Bereichen der Salonorganisation. Es ist spannend, was da gerade passiert. Die Kollegen, die diese Zeit jetzt nutzen, werden ganz vorne mit dabei sein. Und vorne mit dabei sein heißt, mehr Zeit für die Kundinnen und Kunden zu haben.

Was sind denn wirklich die praktischen Anwendungen für einen Friseursalon?
HS
: Wenn ich es in Bereiche einteilen muss, dann würde ich natürlich drei Bereiche nennen: Das erste ist Social Media. Da nutzen die meisten schon künstliche Intelligenz für die Erstellung von Inhalten. Der zweite Bereich, der gerade eben massiv in unserer Branche ankommt, ist das Telefon. Hier schafft künstliche Intelligenz bereits wirkliche Entlastung. Und der dritte Bereich, der eben erst beginnt, ist die Aufarbeitung von individuellen Zahlen, die Saloninhaber wirklich benötigen.

Anzeige

So langsam merkt auch der Kunde, wenn Inhalte mit KI erstellt sind und das will heute eigentlich niemand mehr so richtig sehen.

Stimmt, bei Social Media sieht man, dass viele Friseursalons die Inhalte mit künstlicher Intelligenz erstellen. Aber ist denn das so positiv?
HS:
Sowohl als auch. KI hilft natürlich beim Finden von Ideen und beim Erstellen von Inhalten. Aber auf gar keinen Fall sollte man diese Sachen einfach so übernehmen. So langsam merkt nämlich auch jeder Kunde, wenn Inhalte nur ausschließlich mit KI erstellt sind. Und das will heute eigentlich niemand mehr so richtig sehen. Wir sollten auf Social Media Inhalten eine persönliche Note geben und durch persönliches Nachdenken entstehen lassen. 

Das KI-Telefon ist die sinnvolle Ergänzung zu unserer Rezeption

Der zweite Bereich, den du angesprochen hast: Das Telefon kann bereits mit KI telefonieren. Du selbst nutzt das, oder?
HS:
Ja, das funktioniert tatsächlich. Wir selbst haben in unserem Friseursalon seit Mitte Dezember bereits ein KI-Telefon im Einsatz. Auch hier nicht wieder ausschließlich, aber als sinnvolle Ergänzung zu unserer Rezeption. Und natürlich kann diese KI heute schon Termine buchen oder Termine umbestellen. Unsere Kundinnen und Kunden können außerhalb der Öffnungszeiten, also nachts oder am Wochenende, mit unserem KI-Telefon, der wir den Namen „Julia“ gegeben haben, ihre Termine managen. Allerdings schaltet man so etwas nicht einfach nur an. Hier kommt es stark auf das Anlernen und auf fachliches Know-how der Julia an. Mit unserer digitalen Rezeption können wir interessierten Kolleginnen und Kollegen bei der Annahme ihrer ganz persönlichen KI-Telefon-Assistentin helfen.

Es ist wie zu den Zeiten, als wir mit Online-Terminbuchung angefangen haben. Viele sagten, das geht nicht, und heute, Jahre später, verwenden es dann doch die meisten von uns. Wer jetzt rechtzeitig dabei ist, sichert sich in meinen Augen einen Wettbewerbsvorteil.

Viele denken sicher, das mit dem Telefonieren machen wir lieber persönlich und möchten nicht, dass eine KI-Stimme statt ihrer ans Telefon geht? 
HS:
Ich kann solche Bedenken natürlich verstehen. Deshalb gebe ich meine Erfahrungen, Gedanken und praktische Lösungsansätze gern in Seminaren weiter. Die ersten Teilnehmer meines ersten Seminars vor über einem Jahr berichten mir heute noch, wie positiv das ihre Arbeitsweise beeinflusst hat. Aber ich denke, das kann man nicht erzählen, das muss man selbst erleben!

Noch zum dritten Thema: Individuelle Zahlen - liefern die nicht bereits alle gängigen Kassensysteme?
HS:
Wir sind selbst Anbieter von Kassensystemen und wissen, wie individuell die Wünsche aller Friseur-Unternehmerinnen und Unternehmer sind. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz kann man die Zahlen individuell so aufbereiten lassen, wie man es selbst möchte. Und das ganz ohne Programmierkenntnisse oder ohne darauf warten zu müssen, bis der Lieferant des Kassenprogramms dies für den Salon programmiert.

Klingt jetzt einfach, aber in der Regel ist KI nur so gut wie der Prompt, den man schreibt, …
HS:
Wer einmal erlebt hat, wie das funktioniert, wird staunen, was heute alles möglich ist. Wir begleiten gern unsere Kolleginnen und Kollegen auf dem Weg hin zu ihrer ganz persönlichen KI-Kompetenz im Salon, z.B. in Seminaren – dort gibt‘s zuerst die Grundlagen, dann legen wir individuell und gemeinsam los. Ohne Programmierkenntnisse oder viel Digital-Schi-Schi.

In Linz wird es dann mehr von dir dazu geben. Wir freuen uns darauf und vielen Dank für deine Zeit!

Zurück zur Übersicht

Aktuelles

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Zurück

0

Teilen