Holger Schier im Interview mit Juliane Krammer
imSalon: Herr Schier, am 8. Oktober wurde die Rückforderung der L-Bank gekippt. Können Sie schildern, wie dieser Tag für Sie war?
Holger Schier: Der vorsitzende Richter wirkte auf mich wie ein Eisblock, man merkte nicht, wo seine Tendenz hingeht. Die beisitzenden Richter waren eher auf unserer Seite. Dementsprechend ist es auch zu meinen Gunsten ausgefallen. Ich habe aber mit nichts anderem gerechnet. Die Urteilsbegründungen aus Karlsruhe, Freiburg und in unserem Fall aus Stuttgart, waren so klar, dass ich mich gewundert habe, dass es die Berufung gab.
Aber nicht überall in Deutschland lief es so …
HS: Ja, die Bayern haben die Berufung mit ganz dünnen Argumenten abgeriegelt. Da hat in Ansbach ein Unternehmer verloren und damit war klar, es macht keinen Sinn. Das hat auch der Anwalt gesagt: Wenn das übergeordnete Gericht so urteilt, dann schmeißt man nur das Geld raus.
Wie haben Sie sich auf den Prozess vorbereitet, mithilfe ihres Anwalts?
HS: Wir sind Mitglied bei der I.F.G., der Interessensgemeinschaft Friseure für Gerechtigkeit. Unser Rechtsschutz wäre nicht eingestiegen, und das alles finanziell allein durchzuhalten, ist nicht machbar.