Trotz begrüßenswerter Investitionen in den Standort Deutschland stößt der aktuelle Beschluss des Bundeskabinetts über den Bundeshaushalt 2026 sowie zur Finanzplanung bis 2029 am 30. Juli beim Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) auf deutliche Kritik.
Strukturelle Reformstaus und fehlende politische Verlässlichkeit
Präsident Jörg Dittrich mahnt: Kleine und mittlere Handwerksbetriebe warten weiterhin vergeblich auf versprochene Entlastungen bei Stromkosten und Einkommenssteuer. Im Handwerk wächst die Sorge über strukturelle Reformstaus und die fehlende politische Verlässlichkeit. Jörg Dittrich appelliert an die Bundesregierung, jetzt entschlossen gegenzusteuern – mit klaren Signalen für Wachstum, Ausbildung und Zukunftssicherheit:
„Der vom Bundeskabinett beschlossene Bundeshaushalt 2026 knüpft an die Leitlinien des diesjährigen Finanzrahmens an und enthält sinnvolle Investitionen in den Standort Deutschland. Kein Verständnis hat das Handwerk dagegen dafür, dass zentrale Versprechen zur Entlastung kleiner und mittlerer Betriebe keinen Niederschlag finden. Bisher ist weder die angekündigte Stromsteuersenkung für alle Betriebe in der Planung bis 2029 berücksichtigt, noch die im Koalitionsvertrag zugesagte Einkommenssteuerentlastung.