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Credit: greenbutterfly

10.06.2026

Trendreport zeigt: Diese 10 Beauty-Trends verändern den Salonalltag radikal

Salons werden noch stärker zum Übersetzungsraum zwischen digitalem Schönheitsdruck und tragbarem Style. 10 Trends, die auch vor Friseur-Salons keinen Halt und gleichzeitig neue Chancen eröffnen.

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1. Digitaler Optimierungsdruck erfordert Beratung

KI, Filter und Hyperästhetik setzen KundInnen, und in der Folge FriseurInnen, zunehmend unter Druck. Grund dafür ist, dass die Wahrnehmung von Schönheit immer mehr aufgeladen wird und Virtualität und Realität immer mehr verschwimmen. KundInnen zeigen immer öfter KI-optimierte Bilder als Referenz und erwarten Ergebnisse, die im echten Salonalltag nicht immer umsetzbar sind. Genau hier zeigt sich der Bedarf an einer fundierten Beratung. Was ist wirklich machbar? Was passt zur Haarstruktur, zum Alltag und Budget?

2. Salonbesuch wird zur Self-Care

Ein Salonbesuch ist mehr als Waschen, Schneiden, Föhnen. Für viele KundInnen bedeutet ein Friseurtermin Quality Time und bewusste Auszeit. Eine Chance, die sich für viele Salons auftut: Gestaltet für KundInnen Wohlfühl-Momente. Dazu gehören etwa mehr Wissen in puncto Kopfhautpflege, Kopfhaut- und Gesichtsmassagen sowie persönlicher Betreuung. Kleine Stellschrauben, an denen gedreht werden kann, mit großer Wirkung, sind eine Aufwertung der Salon-Atmosphäre mit passender Musik, angenehmen Düften und ausgewählten Getränken.

3. Fachliches Produkt-Wissen wird essenziell

KundInnen werden informierter und wollen genauer wissen, wie ein Produkt wirkt. Für FriseurInnen bedeutet das Inhaltsstoffe erklären oder gegebenenfalls ehrliche seine Wissensgrenze benennen. „Scientifically proven“ wird laut IKW-Trendreport zu einem wichtigen Qualitätslabel.

4. Beauty-Minimalismus erreicht die Haarpflege

Eine weitere Trend-Erkenntnis ist „Skinimalism“. KundInnen setzen auf weniger, dafür aber wirksamere Methoden und Produkte. Da sich die meisten Haartrends von Skincare-Trends ableiten lassen, kann dieser Einfluss auf den Produktverkauf im Salon übertragen werden. Statt Produktflut geht es künftig stärker um kuratierte Homecare mit wenigen, aber sinnvoll ausgewählten Produkten. Im Report wird Multifunktionalität als Verkaufsargument genannt.

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5. Hair-Longevity gewinnt an Bedeutung

Für die Gen Z, also zwischen 1995-2012 Geborene, gehört Anti-Aging zum Lebensstil. Für Salons eröffnet sich die Möglichkeit, sich vermehrt auf Prävention fokussieren. Kopfhautgesundheit, Haarpflege sowie Hitze- oder UV-Schutz werden dadurch zu relevanten Beratungsthemen.

6. Haartransplantationen sind auf dem Vormarsch

Unter der Kategorie „Effortless Beauty“ nennt der Report unter anderem eine Zunahme an Haartransplantationen. Für Salons kann das bedeuten, solche Themen sensibel in die Beratung einfließen zu lassen kann und sich auf eine Begleitung nach dem Eingriff vorzubereiten. Natürlich ohne dabei eine medizinische Beratung zu ersetzen.

7. Genderloser Salon als Zukunft

Ungendered Beauty und Performative Beauty sind laut IKW-Report längst Realität. Bei zweiterem löst sich Schönheit vom reinen Aussehen und wird stärker im Zusammenhang mit dem Handeln der Person zu betrachten. Für Salons bedeutet das, dass Frisuren zum Ausdruck wechselnder Identitäten werden: heute clean, morgen edgy, am Wochenende „Chaos chic“. Salons sollten sich deshalb weniger an starren Damen-/Herren-Kategorien orientieren. Stattdessen empfiehlt es sich, Beratung und Preisliste stärker an Stil, Länge, Technik, Aufwand und Persönlichkeit auszurichten.

8. Social Media Inhalte für KundInnen übersetzen und einordnen

Laut Report ist Social Media das Hauptmedium und zentrale Quelle neuer Beauty-Trends und Hypes. FriseurInnen können diesen Fakt nutzen, indem sie Inhalte für KundInnen einordnen: Was steckt hinter dem Trend? Ist der Inhalt Fake oder real? Handelt es sich um einen Filter, KI oder tatsächlich professionelles Styling? Darin liegt die Chance, die Relevanz des eigenen Salon-Social-Media-Accounts zu steigern.

9. Trend und Gegentrend existieren zugleich

Im aktuellen Wandel zeigt sich aufgrund der Schnelllebigkeit eine Gleichzeitigkeit von Trend und Gegentrend. Die einen wünschen sich Natürlichkeit, die anderen setzen bewusst auf auffällige Looks. Gute Salons bedienen daher beide Pole: Von Extensions über Grey Blending, von perfekten Blow-outs bis hin zum professionellen Umgang mit Locken.

10. Digitale Überzeichnung erzeugt Sehnsucht nach Menschlichkeit

In einer Welt aus KI-Bildern und Beauty-Druck können Friseur-Salons zum Ort werden, an dem Menschen Orientierung bekommen. Dort entkommen sie der digitalen Überzeichnung und erleben Echtheit, Wohlbefinden und menschliche Nähe.

Die ganze Studie Transforming Lifestyles – Eine Branche in Bewegung: Trends und Gegentrends in der Schönheits- und Haushaltspflege, im Auftrag des Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e. V., veröffentlicht im Mai 2026, findet ihr hier.

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