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23.04.2026

Saarland: „Nur ein erster Schritt – aber noch keine Lösung“

Die Entscheidung des Saarlandes zum Corona-Soforthilfe Moratorium wird aus Friseurhandwerkskreisen als wichtiges Signal eingestuft, die Unsicherheit überwiegt aber nach wie vor.

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Die Entscheidung des Saarlandes zum Moratorium bei den Corona-Soforthilfen wird im Friseurhandwerk als wichtiges Signal gewertet. Gleichzeitig bleibt die Lage für viele Betriebe weiterhin unklar. Die Erleichterung über die Fristverlängerung ist groß – die grundlegende Unsicherheit jedoch auch.

Die Landesinnung der Friseure Saarland hat die aktuelle Meldung bereits an ihre Mitglieder weitergegeben. Jennifer Lismann, Landesinnungsmeisterin der Friseur- und Kosmetikerinnung des Saarlandes, bewertet die Entscheidung vorsichtig positiv: „Die Verlängerung der Frist sowie das Moratorium sind aus unserer Sicht ein wichtiges Signal und eine erste Entlastung für unsere Betriebe. Gleichzeitig ist klar: Eine endgültige Lösung ist das noch nicht. Aktuell wird die Problematik lediglich verschoben. Für viele Friseurunternehmerinnen und Friseurunternehmer bleibt die Unsicherheit bestehen.“

Die Friseurinnung Saarland steht hierzu in engem Austausch mit der Politik. Gespräche mit Wirtschaftsminister Jürgen Barke sind bereits in Planung. „Unser Ziel bleibt eine faire, praxisnahe und rechtssichere Lösung für die Betriebe“, betont Jennifer Lismann.

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Jennifer Lismann, Landesinnungsmeisterin Friseur- und Kosmetikerinnung Saarland | Credit: Oliver Thom

Auch bei den Organisatorinnen der Friseurdemo im Saarland ist die Reaktion eindeutig: Die Entscheidung verschafft kurzfristig Luft, löst das Problem aber nicht. Rund 200 Friseurunternehmerinnen und Friseurunternehmer hatten sich im Saarland eigens zusammengeschlossen, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen.

Demo-Mitorganisatorin und Friseurunternehmerin Vincenza Gentile erklärt: „Das Moratorium und die verlängerten Fristen verschaffen vielen Betrieben kurzfristig Luft. Gleichzeitig zeigt sich ganz deutlich: Unser gemeinsamer Einsatz und die Proteste haben Wirkung gezeigt. Aber das ist eben nur ein erster Schritt – keine Lösung.“

Zugleich bleibt die Kritik an der Grundlage der Rückforderungen massiv. „Ein zentraler Kritikpunkt besteht weiterhin: Die zugrunde gelegte Berechnungsbasis wird von vielen Betroffenen als falsch und realitätsfern empfunden. Zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer fühlen sich dadurch ungerecht behandelt“, so Gentile weiter. Besonders schwer wiegt aus Sicht der Betroffenen der Vertrauensbruch: „Die Corona-Soforthilfen wurden damals – sowohl vom Bund als auch vom Land – ausdrücklich als nicht rückzahlungspflichtige Unterstützung kommuniziert. Viele Betriebe haben auf diese Zusagen vertraut. Dieses Vertrauen darf jetzt nicht enttäuscht werden. Worte dürfen im Nachhinein nicht uminterpretiert werden.“

Die Forderung der Branche ist klar: eine faire, nachvollziehbare und endgültige Lösung ohne Rückforderungen – verbindlich spätestens bis zum 31. Dezember 2026.

Vincenza Gentile | Credit: Nicole Bauer Fotographie

„Andere Bundesländer sind hier bereits deutlich weiter. Diese Gleichbehandlung erwarten wir auch im Saarland“, fordert Vincenza Gentile.

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