Anlässlich der aktuellen Debatte über den künftigen Kurs in der Wirtschaftspolitik im Nachgang zur Veröffentlichung des wirtschaftspolitischen SPD-Positionspapiers erklärt Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):
"Es ist gut, dass die Debatte über den künftigen Kurs der Wirtschaftspolitik wieder an Fahrt aufgenommen hat. Es ist jedoch enttäuschend, dass die SPD in ihrem jüngsten wirtschaftspolitischen Papier einmal mehr die Industrie priorisiert und den Mittelstand im Regen stehen lässt. In einer Zeit, in der die gesamte Wirtschaft unter Druck steht, kann sich das Handwerk keine Vertröstungen leisten, dass Mittelstand-bezogene Positionen zu einem späteren Zeitpunkt folgen werden. Das Handwerk und seine Betriebe brauchen jetzt Lösungen, denn sie kämpfen aktuell genauso mit den Belastungen wie die Wirtschaft insgesamt.
Das Handwerk ist mit 5,6 Millionen Beschäftigten und 766 Milliarden Euro Umsatz das Rückgrat unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Es stabilisiert nicht nur die Konjunktur, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wirtschaftspolitik für Handwerk und Mittelstand, das ist gelebte Demokratiebewahrung. Diese Betriebe stehen für mehr als 90 % aller Unternehmen in Deutschland. Doch genau dieses Potenzial wird von der Politik immer wieder unterschätzt.