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Credit: Felix Reiser

20.08.2026

Ein Salon, konzipiert wie eine Werkstatt: Haarem in Erding

25 Bedienplätze auf rund 300 m² und kein Detail dem Zufall überlassen: salontaugliche Materialien, kurze Laufwege, Akustikwände, ein künstlicher Himmel sowie konstante 21 Grad.

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Wenn Rainer Stöhr über Saloneinrichtung spricht, geht es nicht zuerst um Trends oder Instagram-taugliche Details. Er hat bereits zwölf Salons gebaut - eigene und gemeinsam mit Partnern. Deshalb weiß er inzwischen sehr genau, wo schöne Planung im Arbeitsalltag an ihre Grenzen kommt.

Bei Haarem wurde kaum etwas einfach aus dem Katalog bestellt. Viele Möbel und Einbauten fertigten regionale Schreiner individuell für den Salon an.

Wie viel Abstand braucht ein Arbeitsplatz wirklich? Welches Material übersteht täglich Wasser, Haarfarbe und Reinigungsmittel? Und wo entstehen Laufwege, die MitarbeiterInnen hunderte Male am Tag zurücklegen?

Rainer Stöhr sieht einen Salon nicht nur als schönen Raum, sondern als Werkstatt. Genau so muss er auch geplant werden.

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Wenn 25 Arbeitsplätze plötzlich leiser wirken

Eine der größten Herausforderungen großer Salons ist der Geräuschpegel. 25 Bedienplätze bedeuten Gespräche, Föhne, Musik, Telefonate und ständige Bewegung. Was sich einzeln kaum bemerkbar macht, kann sich in einem großen Raum schnell zu einer permanenten Geräuschkulisse summieren. Akustikwände schlucken einen Teil des Schalls und schaffen eine Atmosphäre, die trotz der Größe angenehm ruhig bleibt.

Ein Detail, das KundInnen vielleicht nicht bewusst wahrnehmen, das aber mitentscheidet, ob sich ein mehrstündiger Friseurbesuch entspannt anfühlt.

Ein Salon-Keller mit „Himmel“

Eine besondere Herausforderung war eine Etage tiefer. Im Untergeschoss befand sich früher eine Großküche, wenig Tageslicht und Kellerschächte. Die Lösung ist eine große Lichtdecke, die den Eindruck eines künstlichen Himmels erzeugt. Auch die Kellerschächte wurden in die Gestaltung einbezogen. Helle Beleuchtung und Pflanzen lassen sie wie Fenster wirken und nehmen dem Raum den Kellercharakter.

21 Grad: nicht Luxus, sondern Arbeitsqualität

Gutes Interieur endet nicht bei Möbeln, Materialien oder Licht. Im Salon herrschen konstant rund 21 Grad. Was zunächst nach einem Komfortdetail klingt, ist für Rainer Stöhr vor allem eine Frage guter Arbeitsbedingungen. Denn während KundInnen wenige Stunden im Salon verbringen, arbeitet das Team dort einen kompletten Tag. Im Sommer bei 34 Grad Außentemperatur, laufenden Föhnen und zusätzlicher Wärme durch Styling-Geräte zu arbeiten, ist für ihn kaum zumutbar.

Credit: Felix Reiser

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Ein Salon mit 300 Quadratmetern ist eine Ansage. Rainer Stöhr würde sich jederzeit wieder dafür entscheiden. Nur eines würde er heute anders machen: Er würde früher in eine eigene Salon-Immobilie investieren. „Wer weiß, dass er diesen Beruf sein Leben lang ausüben möchte, sollte frühzeitig prüfen, ob sich der Kauf einer eigenen Geschäftsimmobilie finanzieren lässt.“

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