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v.l.: LIV-Vorstandsmitglied Mike Hecker, Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring, LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb | Credit: M. Lange / LIV

13.05.2026

Bayern: Friseure machen Druck bei zentralen Branchenthemen

Der LIV Friseure & Kosmetiker Bayern traf in Bad Aibling politische Entscheidungsträger - die Themen: Mehrwertsteuer, der Widerrufsbutton bei Online-Terminen, Bürokratieabbau, Meisterpflicht im Kosmetikerhandwerk.

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LIV Bayern im politischen Austausch mit Freien Wählern

Der Landesinnungsverband Friseure & Kosmetiker Bayern hat die Landesversammlung der Freien Wähler in Bad Aibling genutzt, um zentrale Anliegen der Branche direkt in die politische Diskussion einzubringen. Gemeinsam mit den Mitgliedsverbänden der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft präsentierte sich der Verband mit einem eigenen Stand und suchte den persönlichen Austausch mit Mandatsträgern und Delegierten.

Forderungspapier und Mehrwertsteuer-Resolution übergeben

Vorstandsmitglied Mike Hecker und Geschäftsführerin Doris Ortlieb führten vor Ort zahlreiche Gespräche zu aktuellen Herausforderungen im Friseur- und Kosmetikerhandwerk. Dabei übergaben sie unter anderem ein kompaktes Forderungspapier sowie die jüngst von der Mitgliederversammlung beschlossene Resolution zur Mehrwertsteuer.

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Die Resolution fordert kurz gesagt:

  • Keine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Friseur-, Kosmetik- und andere personalintensive Dienstleistungen.
  • Eine grundlegende Reform des Umsatzsteuerrechts, die personalintensive Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe fairer behandelt.
  • Prüfung ermäßigter Umsatzsteuersätze für arbeitsplatzintensive, ausbildende und regional verankerte Dienstleistungen.
  • Stärkung legaler Beschäftigung und fairer Wettbewerbsbedingungen, damit Schwarzarbeit nicht indirekt begünstigt wird.
  • Schutz von Ausbildung, Fachkräften und wohnortnaher Versorgung, besonders im ländlichen Raum und in inhabergeführten Betrieben.

Kernbotschaft: Der Verband warnt, dass höhere Mehrwertsteuer die Preise, Existenzsorgen, Schwarzarbeit und den Strukturwandel zulasten kleiner Betriebe verschärfen würde. Stattdessen soll die Politik legale, personalintensive Betriebe steuerlich entlasten und verlässlich unterstützen.

Resolutionspapier

Widerrufsbutton sorgt für Unsicherheit in Salons

Ein wichtiges Thema war der sogenannte Widerrufsbutton bei Online-Terminbuchungen. Im Gespräch mit Digitalminister Dr. Fabian Mehring machten Hecker und Ortlieb deutlich, dass die aktuelle Situation in der Praxis für erhebliche Unsicherheiten in den Betrieben sorgt.

Widerrufsbutton bei Online-Terminbuchung wird Pflicht!

Bürokratieabbau bei der Hilfsmittelversorgung

Auch mit Bayerns Wirtschaftsminister und stellvertretendem Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger kam der Verband ins Gespräch. Im Mittelpunkt stand dabei der Bürokratieabbau bei der Hilfsmittelversorgung. Konkret warb der LIV um Unterstützung für einen Bundesratsantrag zur Überprüfung der Präqualifizierung in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Mike Hecker und Doris Ortlieb dankten dem Wirtschaftsminister für sein Engagement auf Bundesebene. Hubert Aiwanger hatte sich in einem Schreiben an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche für die Einführung der Meisterpflicht im Kosmetikerhandwerk ausgesprochen.

Der Landesinnungsverband zieht ein positives Fazit der Veranstaltung. Das Interesse der politischen Vertreter zeige, dass die Anliegen des Friseur- und Kosmetikerhandwerks in der bayerischen Politik wahrgenommen würden, betonten Mike Hecker und Doris Ortlieb.

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