Im Telefoninterview mit Juliane Krammer.
Herr Kerner, bei Ihnen war bereits eine Betriebsbegehung von der BGW. Wie war denn hier der Ablauf? War diese vorangekündigt?
Achim Kerner: Das war ganz charmant: Der zuständige Herr der BGW hat in Findorff seine Runden gedreht und einen Blick in die Salons geworfen. Für mich war das eine willkommene Gelegenheit, zu zeigen, wie wir die Maßnahmen umsetzen.
Worauf wurde hier besonders Wert gelegt?
AK: Ich habe bei der Betriebsbegehung gleich die Führung übernommen und gezeigt, wie ein normaler Kundenablauf bei uns gehandhabt wird: Hände der Kunden werden im Eingangsbereich desinfiziert und danach mit einer Handlotion gepflegt. Handy, Bücher, etc., die der Kunde mitbringt, werden auch desinfiziert. Und an jeder Türklinke hängt bei uns ein Schild, dass beim Ein- und Austreten die Hände desinfiziert werden sollen.
Für Mitarbeiter haben wir einen separaten Rückzugsort, wo man auch einmal die Maske abnehmen kann.Die Kunden selbst weisen wir darauf hin, dass sie es vermeiden sollen, sich in die Haare zu fassen. Und bei der Kassa haben wir ein Visier.
Außerdem habe ich meine Auslage als Infoplattform genutzt, um Kunden darauf hinzuweisen, was gemacht werden muss und wie der Ablauf ist. Aber wir erklären den Kunden bei Ankunft im Salon warum, wir was machen.
Zum Beispiel hören die Kunden von mir nach dem Händedesinfizieren „Arme hoch, Ententanz!“, damit der Alkohol entfleucht – zum Schutz der Haut – danach wird eingecremt.
Das heißt Hygiene & Kommunikation sind Ihre Corona-Maßnahmen?
AK: Ja, und Humor. Zum Beispiel hören die Kunden von mir nach dem Händedesinfizieren „Arme hoch, Ententanz!“, damit der Alkohol entfleucht – zum Schutz der Haut – danach wird eingecremt. Aber nicht nur die Kommunikation mit den Kunden, sondern auch Mitarbeiter sollten motiviert werden und Feedback bekommen, wenn sie dazu beitragen, Maßnahmen einzuhalten.