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Credit: Vitaliy Zalishchyker

20.02.2026

„Unsere KI-Mitarbeiterin beantwortet bereits 70% der Kundenanfragen“

Heiko Schneider, einer der Vorreiter in Sachen Künstliche Intelligenz im Salon, hat eine neue Mitarbeiterin: Julia. Eigens für sein Unternehmen entworfen, erledigt Julia als „AI-Voice-Agent“ bereits bis zu 70 Prozent der Kundenanfragen ohne anderen Jobs streitig zu machen.

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Wie sind die Erfahrungen und wie kann jedes Friseurunternehmen davon profitieren? Wir haben nachgefragt.

imSalon im Gespräch mit Heiko Schneider

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imSalon: Heiko, im Moment ist KI ist in aller Munde, aber ist sie wirklich schon im Salon angekommen?“
Heiko Schneider: Ja, definitiv! Wir verlassen gerade die Phase der „Early Adopters“ und kommen zu den allgemeinen „Frühanwendern“, das heißt inzwischen hat fast jeder schon einmal mit KI rumprobiert und erste Erfahrungen gesammelt. Allerdings, und zum Glück, kommt KI noch nicht bei unseren handwerklichen Dienstleistungen an, sondern in der gesamten Organisation rund um den Salon.

Wo genau setzt dein Salon heute schon KI ein?
HS:
Zuallererst natürlich in der Beratung als unterstützendes Element, das kommt bei den Kunden viel besser an, als Friseuren das lieb ist. Vergleichbar mit den anfänglich verpönten Instagram-Bildern – heute kann jeder gute Friseur damit umgehen und erklären, was echt ist und was nicht. Wenn es sich vom Kunden her durchsetzt, müssen wir Fachleute es technisch beherrschen.
Zusätzlich kommt jetzt ein weiteres organisatorisches Hilfsmittel in den Salons an: Wir haben seit dem 16. Dezember unseren ersten „AI-Voice-Agent“ als Vollzeitmitarbeiterin im Salon. Sie telefoniert für uns, wenn wir nicht ans Telefon können, übernimmt die Terminierung nach Salonschluss und am Wochenende.

Wenn es sich vom Kunden her durchsetzt, müssen wir Fachleute es technisch beherrschen.

Eine KI als ‚Mitarbeiterin‘?! Wie macht man das für Kundinnen und Kunden greifbar? Wollen die das?
HS:
 Wie so oft, kommt es auf die Einführung eines solchen technischen Hilfsmittel an. Uns war wichtig, dass wir dieser KI ein natürliches Gesicht und einen Namen geben und die KI sozusagen emotionalisieren. Wir haben unseren Kunden unsere KI-Telefonmitarbeiterin per E‑Mail als neue Mitarbeiterin „Julia“ vorgestellt, ihr ein sympathisches Gesicht gegeben. „“Julia“ ist übrigens von unserem Grafiker Maik Lagodzki in mehreren Schritten mit uns gemeinsam entwickelt worden und nicht einfach nur ein KI-Bild.

Was kann ‚Julia‘ heute schon konkret?
HS:
 Zunächst eine schon früher sehr beliebte Eigenschaft: Sie erkennt Kunden an der Telefonnummer und begrüßt sie mit ihrem Namen. Diese Technologie ist für viele Salons mit dem Wegfall von ISDN-Telefonie verloren gegangen und jetzt mit KI wieder möglich. Julia kennt den nächsten Termin, fragt, ob es um diesen geht und kann neue Termine buchen. Wenn sie im Gespräch mit dem Kunden einmal nicht weiterkommt, verbindet sie auf Wunsch auch gern in den Salon oder an die Rezeption.

Wir haben unseren Kunden unsere KI-Telefonmitarbeiterin per E‑Mail als neue Mitarbeiterin „Julia“ vorgestellt ...

Wie gut funktioniert eure KI-Mitarbeiterin Julia in der Praxis? Noch eine „Spielerei“ oder bereits echte Entlastung?
HS:
 Inzwischen kann Julia bereits bis zu 70 Prozent der Anfragen unserer Kunden positiv beantworten! Es gibt ein Protokoll aller Anrufe, bei Nichterfolg können wir also nachsteuern und sie fühlt sich tatsächlich wie eine fleißige neue Mitarbeiterin an.

Die KI lernt aus Fehlern?
HS:
 Sie lernt täglich dazu, deshalb ist das Beginnen und Anlernen der neuen Technologie so wichtig. Wenn eine Antwort nicht passt, können wir sofort diesen Fall anlernen und sie merkt sich das direkt für die nächsten Telefonate.

Klingt nach einer Mitarbeiterin, die nie Feierabend macht. Wie sieht denn ihr ‚Arbeitsvertrag‘ aus?
HS:
 In ihrem Arbeitsvertrag steht, dass sie gern 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche arbeitet. Urlaub oder Krankheit sind nicht vorgesehen - das nur am Rande. (lacht) Aber wer mich kennt, weiß: ich setze immer auf „sowohl als auch“ und nicht auf „entweder oder“.

Macht „Julia“ deinen Rezeptionistinnen jetzt die Jobs streitig?
HS:
 Auf gar keinen Fall!  Mit unseren hochwertigen Dienstleistungen - wir haben nun auch ein HeadSpa - und Preisen brauchen wir mehr Zeit für den Service am Kunden und genau darum geht es bei KI: ungeliebte Arbeit digitalisieren, um mehr Zeit für unsere Kunden zu haben.

Viele haben noch Respekt oder Angst vor KI. Wie nimmst du bei deinen Innovationen immer wieder dein Team und deine Kunden mit?
HS:
 Transparenz und Wissen um die Technologie ist entscheidend. Wir sagen klar, dass Julia eine KI ist, erklären ihren Nutzen und zeigen, dass sie Unterstützung ist, keine Konkurrenz.

Was denkst du: Wie geht es mit KI im Salon weiter? Was erwartest du für die nächsten Jahre?
HS:
 Wir stehen gerade erst am Anfang. Es ist eine spannende Zeit, wie diese Technologie in unserem Job weiter eindringen wird. Ich habe keine Angst um unser Handwerk, das wird es noch viele Jahre geben. Aber in der Organisation werden wir entlastet, in der Schicht und Urlaubsplanung, in den bürokratischen Wirren unserer Büros und in unseren alltäglichen Arbeitsabläufen.
Ich werde die Entwicklung sehr genau verfolgen und halte die Branche gern regelmäßig auf dem Laufenden, aber im positiven und optimistischen Kontext: Nur Unwissenheit macht Angst, beschäftigt euch mit dem Thema und schon macht es Spaß.

Wenn jemand KI-Telefonie selbst testen oder beim Thema KI mitreden möchte - da kannst du helfen, oder?
HS:
 (lacht): Ja! Kommt in mein Tagesseminar, zum Beispiel am 8. März in Dresden und geht mit einer Vielzahl an Tools für das tägliche Leben wieder nach Hause. Die ersten Teilnehmer in meinem Seminar vom April 2025 berichten mir heute noch, wie positiv das Seminar ihre Arbeitsweise beeinflusst hat.
Aber das kann man nicht erzählen, das muss man selbst erleben!

Lieber Heiko, davon sind wir überzeugt! Dich live zu erleben, ist immer eine Bereicherung. Wir bleiben dran an deinen nächsten Erfahrungen und Entwicklungen in dieser Richtung.

Seminare Friseur.digital by Heiko Schneider

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