Redakteurin Juliane Krammer im Interview mit Aveda Hair-Artist Fariz Sheik
Fariz, Streifen im Haar klingen für viele FriseurInnen erst einmal nach einem Albtraum. Bei dir ist das anders …
Fariz Sheik: Anfang des Jahres sah ich auf Instagram den Streifen-Look von Eiskunstläuferin und Olympia-Siegerin Alysa Liu, anschließend war die Technik auf Social Media, gefühlt, überall. Die Looks ließen mich nicht mehr los.
Du hast die Inspiration genutzt und auch gleich auf die große Bühne gebracht …
FS: Ich hatte die Möglichkeit, bei der Top Hair in Düsseldorf on Stage zu arbeiten, und wollte dort etwas zeigen, das sich neu anfühlt. Mein Bauchgefühl sagte mir, dass Streifen im Laufe des Jahres immer größer werden. Und so ist es auch: Manche nennen es Raccoon Tail, andere Stripes, Foxtail oder Color Blocking.
Sind KundInnen tatsächlich bereit für solche Techniken?
FS: 90 % der TrägerInnen sind eine jüngere Generation. Die erste Anfrage dafür hatte ich vor 1 1/2 Jahren von einer Kundin mit dem Wunsch „Ich hätte gerne ein paar Streifen.“ Damals war das noch eher ungewöhnlich. Heute ist der Trend viel präsenter. TikTok und Instagram spielen hier eine große Rolle. In Österreich dauert es oft ein bisschen, bis solche Techniken wirklich ankommen. Aber in den letzten Monaten bekomme ich deutlich mehr Anfragen, und zwar von KundInnen unterschiedlichen Alters.