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01.03.2026 - 02.03.2026

2. SFB Ausbilder-Symposium in Böblingen & Pforzheim

Wenn ausbilden, dann richtig! Denn gute Ausbildung ist die Zukunftsfrage der Branche! Beim 2. Ausbilder-Symposium der SFB treffen sich FriseurunternehmerInnen in Pforzheim und Böblingen unter dem Motto: in die Offensive, statt Ausbildung ad acta legen!

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In Pforzheim und Böblingen stand beim zweiten Ausbilder Symposium der Société Française de Biosthétique (SFB) in Kooperation mit La Biosthétique alles im Zeichen der Nachwuchsförderung. Rund 40 Salonpartnerinnen und Salonpartner aus ganz Deutschland kamen zusammen, um sich über zeitgemäße Ausbildung, Mitarbeiterbindung und Strategien gegen Ausbildungsabbrüche auszutauschen.

Vor dem Hintergrund, dass von den rund 80.500 Salons in Deutschland nur noch etwa jeder zehnte Betrieb ausbildet, ist der Handlungsdruck für Unternehmen, die Fachkräfte nicht nur suchen, sondern selbst entwickeln wollen, entsprechend hoch.

Praxisnaher Austausch in Böblingen

Der erste Symposiumstag fand in der privaten Berufsschule von La Biosthétique in Böblingen statt. Dort drehte sich alles um konkrete Tools für den Ausbildungsalltag: hirngerechtes Lernen, digitale Lernformate, Recruiting, Onboarding und klare Ausbildungsstrukturen.

Wie Ausbildung auf Basis aktueller Erkenntnisse aus der Hirnforschung nachhaltiger gestaltet werden kann, zeigte Prof. Dr. Frank Beham auf. Entscheidend seien klare Briefings, kleine Lerneinheiten, Wiederholung und Aufgaben, die Selbstwirksamkeit fördern.

Auch digitale Lernformate waren Thema: Claudia Zandron, La BiosthétiqueHead of Training Design & Senior Consultant Cosmetic, erläuterte, wie Videos und Selbstlernkurse nur dann wirksam werden, wenn sie strukturiert, begleitet und direkt in die Praxis übersetzt werden.

Recruiting, Onboarding und klare Prozesse

Wie sich Nachwuchs heute gewinnen und binden lässt, stand im Mittelpunkt eines weiteren Workshops von Isabel Paradiso (Geschäftsleitung Salonservices, CSSO ) und IT- und Recruitingprofi André Grünewald. Dabei wurde deutlich, dass Employer Branding und Social Media längst auch im Friseurhandwerk eine zentrale Rolle spielen – etwa über TikTok, Instagram, YouTube Shorts oder Snapchat.

Um Orientierung und Verlässlichkeit in der Ausbildung ging es bei SFB-Präsidentin Gabi Stern und Catharina Willenbrock, Unternehmerin und Salonmanagerin). Ihr Ansatz: Klare Prozesse und strukturierte Einarbeitung geben Auszubildenden Sicherheit, fördern Eigenverantwortung und erhöhen die Erfolgschancen im Salonalltag. Besonders in den ersten zwölf Wochen.

Friseurunternehmer und SFB-Präsidiumsmitglieder Marcus Matthes und Angela Schröder widmeten sich zudem professionellem Onboarding, Bewerbungsgesprächen und Praktika. Vorgestellt wurde dabei auch das überarbeitete Hair & Beauty Artist Konzepthandbuch als praxisnahes Arbeitsmittel für Ausbilder.

Impulse aus Pforzheim

Am zweiten Tag im Parkhotel Pforzheim standen Keynotes und Gespräche im Fokus. Für den Blick über die Branche hinaus sorgte der Austausch zwischen Alicia Jansen, Unternehmensberaterin C & S La Biosthétique, mit Bäckermeister Stefan Dries, der neue Wege in der Ausbildung des Bäckerhandwerks vorstellte.

Ein Beispiel für gelungene Karriereentwicklung ist zudem Friseurin Jule Hinderlich, die als Absolventin der privaten Berufsschule von La Biosthétique heute selbst als Lehrerin an der Berufsschule in Böblingen arbeitet. Aus ihrer Sicht ermöglicht das Modell eine besonders enge Verzahnung von Theorie und Praxis.

Neues Cut-Konzept angekündigt

Für Aufmerksamkeit sorgte Cut-Spezialist, -Ikone und Trainer Jörg Zimmer mit einem Ausblick auf das geplante La Biosthétique Boot Camp Konzept, das 2027 starten soll. Geplant sind mehrteilige Intensivseminare über die gesamte Ausbildungszeit hinweg, um die handwerkliche Kernkompetenz des Haareschneidens gezielt zu stärken.

Ausbildung braucht Haltung

Zum Abschluss rückte Caroline Hess (Coach, Personalentwicklerin, Expertin für New Work & mentale Gesundheit) die mentale Seite von Ausbildung in den Mittelpunkt. In ihrem Vortrag sprach sie über Stress, Frust und Wirksamkeit im Führungsalltag. Ihre Botschaft: Wer junge Menschen ausbildet, braucht nicht nur Struktur und Fachwissen, sondern auch Haltung, Empathie und die Fähigkeit, trotz Belastung handlungsfähig zu bleiben.

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