Aktuell sind in erster Linie junge Männer nach Barbershop-Besuchen betroffen. Nicht vorschriftsgemäß gereinigte Geräte wie Messer und Rasierer sind eine Ursache - der Pilz verbreitet sich aber ebenso über Kämme, Bürsten, Scheren, Nackenstützen und bei jeder Dienstleistung, die nah an der Kopfhaut stattfindet.
Gründe für vermehrte Hautpilzansteckungen
Hohe Hygienestandards, wie sie in der Friseurausbildung gelehrt werden, verhindern eine Ansteckung mit dem Hautpilz. „Die Gesundheit unserer Kundinnen und Kunden sowie unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat für uns oberste Priorität.", betont Manuela Härtelt-Dören, Präsidentin des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks.
Der Bayrische Landesinnungsmeister der Friseure, Christian Kaiser, sieht die Gründe im Wandel des Friseurmarkts: "Friseurhandwerk gibt es leider auffallend viele Eintragungen in die Handwerksrollen ohne Meisterbrief [...] Wohin es führt, wenn viele nicht von Meistern geführte Betriebe am Markt tätig sind, zeigt die Ausbreitung von Hautpilz bei Barbershopkunden. Eine strenge Auslegung des Handwerksrechts dient auch dem Verbraucherschutz.“