Die Handwerkskammer Ulm verstärkt in Zusammenarbeit mit den Zollbehörden ihre Maßnahmen gegen Schwarzarbeit.
Betriebsleitermodell
Ein häufig genutztes Schlupfloch insbesondere in der Barbershop-Branche ist das sogenannte Betriebsleitermodell: Hierbei wird ein Meister pro forma angestellt, um den Betrieb als Meisterbetrieb ausweisen zu können. Dadurch dürfen Barbershops nicht nur Bartpflege, sondern auch Haarschnitte anbieten. In der Praxis ist der angestellte Meister jedoch oft nicht vor Ort tätig und erhält kein regelmäßiges Gehalt.
Vorgangsweise
Um diesem Missbrauch entgegenzuwirken, führt die Handwerkskammer seit einiger Zeit vermehrt Kontrollanrufe in den entsprechenden Betrieben durch. Bleiben diese Versuche, den eingetragenen Meister telefonisch zu erreichen, mehrfach erfolglos, leitet die Kammer eine eingehende Prüfung des Betriebs ein. In solchen Fällen wird ein Nachweis über die regelmäßigen Gehaltszahlungen des Meisters angefordert. Wenn dieser Nachweis nicht erbracht werden kann, sieht sich die Handwerkskammer gezwungen, ein Betriebsuntersagungs-Verfahren einzuleiten.