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Credit: Daniel Golz | Ki generiert

17.04.2026

Alles wird teurer - doch niemand muss die Last alleine tragen!

Warum die Zukunft nicht allein in der nächsten Preiserhöhung liegt, sondern im klüger Aufstellen, Räume teilen und Konzepte verbinden. Wie? Das erklärt Daniel Golz in seiner Kolumne.

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CUT THE BULLSHIT. Kolumne von Daniel Golz

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Miete steigt. Strom explodiert. Produkte werden teurer. Personal sowieso.
Und dann steht der Kunde vor dir und fragt ernsthaft: „Warum kostet das jetzt mehr?

Weil ein Friseursalon 2026 kein romantischer Handwerksbetrieb mehr ist, sondern ein verdammtes Wirtschaftsunternehmen. Und viele Salons können diese Kosten nicht mehr allein schultern – egal wie gut sie schneiden.

Die unbequeme Wahrheit:

Preise einfach nur hochzuziehen reicht nicht mehr.
Man muss sein Konzept verändern.

Fusion klingt groß, ist aber oft ganz simpel

Genau deshalb entstehen weltweit neue Modelle. Nicht aus Kreativlaune, sondern aus wirtschaftlicher Notwendigkeit. Salons hören auf, alles allein stemmen zu wollen und fangen an, sich zusammenzutun. Fusion klingt groß, ist aber oft ganz simpel: Raum teilen, Zeit besser nutzen, Zielgruppen verbinden.

Nimm den Silent Cut. Von vielen belächelt, von wenigen verstanden. Dabei ist Ruhe ein Luxusgut. Kein Smalltalk, kein Zwang, kein emotionaler Dauerbetrieb. Fokus, Entspannung, Effizienz. Für manche Kunden ist das keine Spielerei, sondern ein Argument, mehr zu zahlen.

Oder der Foto-Corner im Salon. Frisch vom Friseur sieht man nirgends besser aus. Warum diesen Moment verschenken? Professionelles Licht, ein Creator oder Fotograf, ein paar Minuten Zeit – fertig ist das neue Profilbild, das Reel, der Content. Haare plus Sichtbarkeit. Zusatzleistung, Zusatzumsatz, Zusatzwert.

Kaffee? Ja. Aber bitte richtig. Nicht, um Gastro zu spielen, sondern um Verbindung zu schaffen. Haare machen, sitzen bleiben, Freundin treffen, weiterreden. Der Salon wird Treffpunkt. Und Treffpunkte werden nicht über Preise diskutiert, sie werden genutzt.

Streetwear-Pop-ups, Schmuck, Düfte funktionieren aus dem gleichen Grund. Kuratiert, zeitlich begrenzt, passend zur Zielgruppe. Dein Raum arbeitet plötzlich mit. Auch dann, wenn gerade niemand am Stuhl sitzt.

Und jetzt kommt ein Konzept, das viele Friseure noch nicht auf dem Schirm haben – aber brutal Sinn macht: Friseur und Tätowierer unter einem Dach.

Beides Handwerk. Beides Körperarbeit. Beides Vertrauen. Beides Identität.

Der Kunde kommt für Veränderung – visuell, emotional, persönlich. Haare und Tattoos sind keine Gegensätze, sie sind Ausdruck. Unterschiedliche Dienstleistungen, aber dieselbe Haltung: Persönlichkeit sichtbar machen.

Mehrwert, der Preise erklärbar macht

Warum also nicht gemeinsam denken? Getrennte Bereiche, klare Abläufe, aber ein gemeinsamer Ort. Geteilte Miete. Geteilte Reichweite. Gemeinsame Zielgruppe. Kunden, die bleiben, statt nur durchzulaufen. Und ja: Auch hier entsteht Mehrwert, der Preise erklärbar macht.

Der Kern ist immer derselbe:

Niemand muss das alles allein tragen.

Nicht der Salon.
Nicht der Chef.
Nicht das Team.

Verdammt nochmal smarter

Die Zukunft liegt nicht im „noch mehr arbeiten“, sondern im klüger aufstellen. Räume teilen. Konzepte verbinden. Kosten verteilen. Erlebnisse schaffen, ohne das Handwerk zu verraten.

Vielleicht ist die Lösung also nicht die nächste Preiserhöhung.
Vielleicht ist es die richtige Fusion.

Nicht größer.
Nicht billiger.
Sondern verdammt nochmal smarter.

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