Die Handwerkskammer plant weitere regelmäßige Kontrollen
So wurden am Donnerstag, 30. Januar, schwerpunktmäßig Barbershops in München kontrolliert. Laut Handwerkskammer war dies die erste Groß-Kontrolle dieser Art. Dabei standen weder Schwarzarbeit noch Hygienemängel im Vordergrund. „Ziel der Kontrollen seitens der Handwerkskammer war (und ist), die handwerksrechtlichen Voraussetzungen für die selbstständige Ausübung des Friseurhandwerks zu überprüfen“, erläutert Jens Christopher Ulrich, Pressesprecher der Handwerkskammer für München und Oberbayern.
Die Friseurlandschaft Bayerns
Laut Jens Christopher Ulrich unterscheidet die Handwerkskammer für München und Oberbayern nicht zwischen Friseurbetrieben und Barbershops, die auch Haarschnitte anbieten. Wir führen diese in unserer Handwerksrolle alle als Friseurbetriebe.
Anzahl der Friseurbetriebe in:
München (Stadt): 1.560
Oberbayern: 4.986
Bayern: 14.850
(Stand: 31.1.25 in München und Oberbayern; 31.12.24 in Bayern)
Barbershops, die ausschließlich Bärte schneiden und pflegen (ohne färben), sind keine Mitglieder der Handwerkskammer.
In München müssen sich Barbershops auf Kontrollen einstellen – Gut so!
Wie häufig und in welchen Abständen zukünftige Kontrollen geplant sind, dazu verhält man sich bedeckt.
„Die Kontrollen werden verstetigt“, bestätigt Jens Christopher Ulrich und ergänzt, „Über die Anzahl wurde mit dem KVR ebenso Stillschweigen vereinbart, wie über die Kontrollabstände.“
Der Tenor im Markt bleibt einstimmig: Es wird viel zu wenig kontrolliert. 10 Betriebe sind gerade einmal 0.6% des Münchner Friseurmarktes. Da bleibt das Vorgehen ein winziger Tropfen auf einem glühend heißen Stein, der auch nichts höhlen wird.
Aber auch andere Behörden/ Ämter sind gefordert: Kontrollen zu Schwarzarbeit werden federführend von den jeweiligen Zolldirektionen durchgeführt. Hygienekontrollen werden von den jeweiligen Gesundheitsämtern durchgeführt.