Beim Friseurgranulom dringen abgeschnittene Haare in aufgeweichte Haut ein | C: Alois Müller

06.08.2021

Das Friseurgranulom – eine anerkannte Berufskrankheit

Wenn sich die Fingerzwischenräume wegen abgeschnittener Haare entzünden – ein Friseurgranulom ist eine seltene, anerkannte Berufskrankheit – wie es entsteht und wie es vorzubeugen ist …

Was ist ein Friseurgranulom?
Bei einem handelt es sich um eine entzündliche Hauterkrankung bei Friseuren, auch bekannt als „Zwischenfingerhaartaschenerkrankung“, "Friseurkrankheit" oder im Fachjargon: Sinus pilonidalis interdigitalis. Das Friseurgranulom ist eine anerkannte Berufskrankheit und in der Berufskrankheiten-Liste aufgeführt: BK-Nr. 5101.

Wie entsteht ein Friseurgranulom?
Während des Haareschneidens gelangen einige abgeschnittene Haare in den Fingerzwischenraum, der oftmals auf Grund des ständigen Kontakts mit Färbemitteln, Pflegeprodukten und Wasser schon aufgeweicht und / oder geschädigt ist. Durch permanentes Belasten der Hände und Finger ist die Haut entzündet und gereizt und es bildet sich um das Haar als Fremdkörper ein Granulom, Zysten oder Fistelgänge. Am häufigsten ist der dritte Fingerzwischenraum einer Hand befallen.

Wie beuge ich ein Friseurgranulom vor?
Um diese Friseurkrankheit präventiv vorzubeugen, sollten die Fingerzwischenräume regelmäßig kontrolliert werden. Die Haarschnipsel sollten nach dem Haareschneiden von der Haut entfernt werden, am besten dazu die Hände waschen.

Wie behandle ich ein Friseurgranulom?
Ein Friseurgranulom muss in der Regel operativ entfernt werden. Regelmäßige Kontrollen sind hierbei sehr wichtig, da sich die Haut immer wieder von Neuem entzünden kann.