
12.12.2025
7.497 neue Ausbildungsverträge (+7,8%)
Das deutsche Friseurhandwerk verzeichnet mit 7.497 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen einen Zuwachs von 7,8 % gegenüber dem Vorjahr. Besonders auffällig sind der seit langem erste Anstieg an Frauen und die starken regionalen Unterschiede. Die aktuellen Daten des BIBB zeigen damit eine Fortsetzung des positiven Trends zum zweiten Jahr in Folge. Alle Details…
In diesem Artikel…
1. Entwicklung Gesamtausbildungsmarkt 2025
2. Friseurhandwerk im Vergleich zum Gesamtmarkt
3. 7,8 % mehr neue Ausbildungsverträge im Friseurhandwerk 2025
4. Beliebtheit Ausbildungsberuf FriseurIn
5. Wachsender Männeranteil, trotz steigender Frauenzahl
6. Neu angeschlossene Friseur-Ausbildungsverträge nach Bundesland
7. Auswirkung auf den Friseurnachwuchs
8. Jeder 10. Salon bildet aus
9. 2026 steigt Mindestausbildungsvergütung
Gesamtausbildungsmarkt Deutschland 2025
Im Ausbildungsjahr 2025 wurden insgesamt 475.950 neueduale Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das entspricht einem Rückgang von 2,1 % zum Vorjahr 2024. Die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Gesamtausbildungsmarkt sank damit zum zweiten Mal in Folge.
Auch 2025 war die Nachfrage an dualen Ausbildungen höher als das Angebot an Ausbildungsplätzen. Während die Nachfrage um 0,7 % stieg, ging das Ausbildungsplatzangebot um 4,6 % zurück.
Die Zahl betrieblicher Ausbildungsverträge sank um 2,5 %, wohingegen die Anzahl der außerbetrieblichen Verträge um 12,4 % stieg.
Neue Ausbildungsverträge im Vergleich: Gesamtmarkt, Handwerk, Friseur
Unterschiede zeigten sich zwischen den einzelnen Sparten.
- Industrie und Handel: –4,6 %
- Öffentlicher Dienst: –2,0 %
- Seeschifffahrt: –9,6 %
- Hauswirtschaft: –4,5 %
- Handwerk: +0,4 %
- Freie Berufe: +4,6 % (größter Zuwachs)
Während die Sparten Industrie und Handel (-4,6 %), öffentlicher Dienst (-2,0 %), Seeschifffahrt (-9,6 %) und Hauswirtschaft (-4,5 %) unterschiedlich starke Rückgänge verzeichneten, stagnierte die Entwicklung im zweitgrößten Zuständigkeitsbereich, dem Handwerk, mit +0,4 % (135.540 neuen Ausbildungsverträge). Den größten Zuwachs erhielt erneut die Sparte "Freie Berufe" mit 2.817 mehr neuen Vertragsabschlüssen als 2024 (+ 4,6 %).
Auch innerhalb des Handwerks ist der Anstieg für das Friseurhandwerk überdurchschnittlich hoch.
Anzahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge
Alle Berufe gesamt
2024 | 486.261 |
2025 | 475.950 |
| - 2,1% |
|
Handwerk gesamt
2024 | 135.051 |
2025 | 135.540 |
| + 0,4% |
|
Friseure gesamt
2024 | 6.954 |
2025 | 7.497 |
| +7,8 % |
|
7,8 % mehr neue Ausbildungsverträge im Friseurhandwerk 2025
Nach langjähriger Rückläufigkeit und kurzer Stagnation im Jahr 2023, zeigt sich seit 2024 ein Aufwärtstrend im deutschen Friseurhandwerk.
Entwicklung neu abgeschlossener Friseur-Ausbildungsverträge in Deutschland 2019 - 2025
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, 2025
| Anzahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge | Veränderungsrate zum Vorjahr |
2019 | 9.483 | -6 % |
2020 | 7.704 | -18,7 % |
2021 | 6.954 | -9,7 % |
2022 | 6.675 | -4 % |
2023 | 6.738 | +1 % |
2024 | 6.954 | +3,2 % |
2025 | 7.497 | +7,8 % |
Mit +7,8 % zählte das Friseurhandwerk zu den Top-20-Ausbildungsberufen mit den stärksten relativen Zuwächsen deutschlandweit.
Beliebtheit Friseurberuf
Unter rund 320 Ausbildungsberufen stieg der Friseurberuf im Ranking, gemessen an der Zahl der neuen Ausbildungsvertragsabschlüsse, 2025 um 4 Plätze auf Rang 16.
- Ranking Frauen: Platz 8 (+1 Platz)
- Ranking Männer: Platz 28 (+2 Plätze)
Wachsender Männeranteil, trotz steigender Frauenzahlen
2025 schlossen 2.871 Männer einen neuen Ausbildungsvertrag im Friseurhandwerk ab. Das ist ein Anstieg von 13,4 %. Die Friseurausbildung hielt damit einen Anteil von 0,9 % der von Männern neu geschlossenen Ausbildungsverträge über alle Lehrberufe hinweg.
Erstmals seit über 10 Jahren stieg auch die Zahl der von Frauen neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge. Mit einem Plus von 4,6 % zum Vorjahr, schlossen 4.611 Frauen einen neuen Ausbildungsvertrag zur Friseurin ab. Das entspricht 2,7 % aller weiblichen Azubis, mit neuen Ausbildungsverträgen.
Die Geschlechterverteilung neu abgeschlossener Ausbildungsverträge im Friseurhandwerk lag damit 2025 bei 38% Männer und 62% Frauen.
Neu abgeschlossene Friseur-Ausbildungsverträge nach Bundesland
Die Nachwuchsentwicklung variiert deutlich zwischen den Bundesländern. Besonders starken Zuwachs verzeichneten Thüringen, Bremen, und Sachsen. Die Regionen Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland und Sachsen-Anhalt hingegen büßten Rückgänge ein.
Ein langfristiger Trend auf Länderebene lässt sich aufgrund der starken jährlichen Schwankungen nicht ableiten.
Anzahl neu abgeschlossener Friseur Ausbildungsverträge 2025 nach Bundesland
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, 2025
| Absolut | Veränderung in % |
Baden-Württemberg | 1.371 | + 14,0 |
Bayern | 1.422 | + 8,8 |
Berlin | 252 | + 13,0 |
Brandenburg | 81 | - 6,9 |
Bremen | 123 | + 17,0 |
Hamburg | 171 | + 10,3 |
Hessen | 636 | + 1,0 |
Mecklenburg-Vorpommern | 63 | -7,4 |
Niedersachsen | 675 | + 5,6 |
Nordrhein-Westfalen | 1.554 | + 5,0 |
Rheinland-Pfalz | 375 | + 14,6 |
Saarland | 87 | -6,4 |
Sachsen | 243 | + 15,7 |
Sachsen-Anhalt | 117 | -2,5 |
Schleswig-Holstein | 228 | + 1,3 |
Thüringen | 96 | + 21,5 |
Auswirkung auf den Friseurnachwuchs?
Vom Höchststand im Jahr 2008 (40.454 Auszubildende) ist das Friseurhandwerk weiterhin weit entfernt. Doch der langjährige Negativtrend scheint gebrochen. ► Mit 13.898 Friseurauszubildende verzeichnete Deutschland 2024 erstmals seit 16 Jahren einen Zuwachs(+2,8 %). Der Zuwachs an neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen 2025 von 7,8 % ist ein weiterer Schritt zur Stabilisierung der Ausbildungssituation im Markt.
Ob diese neuen Auszubildenden der Branche langfristig erhalten bleiben, bleibt abzuwarten. Denn laut Erwerbstätigenerhebung von BIBB und BAuA ► wechseln 62% der gelernten Friseure den Beruf.
Jeder 10. Salon bildet aus
Laut Zentralverband des Deutschen Handwerks, bildeten im Jahr 2024 8.169 Friseur-Betriebsstätten aus. Bei insgesamt 80.363 gemeldeten Friseurbetrieben bedeutet das 10,2 %. Damit beschäftigte jeder 10. Salon in Deutschland mindestens einen Azubi.
2026 steigt Mindestausbildungsvergütung
Ab 2026 gilt die ► neue Mindestausbildungsvergütung! Für Azubis im ersten Ausbildungsjahr steigt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung um 6,2 % von 682 Euro auf 724 Euro.
Übersicht Zahlen und Statistiken zu Ausbildungsverträgen im Friseurhandwerk
7.497 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge im Friseurhandwerk (+7,8 %)
Platz 16 der Ausbildungsberufe mit den meisten Neuabschlüssen
Platz 8 bei Frauen
Platz 28 bei MännernGeschlechterverteilung:
62% Frauen (4.611)
38% Männer (2.871)Länderebene:
Größter relativer Zuwachs in Thüringen (+ 21,5 %)
Größter absoluter Zuwachs in Baden-Württemberg (+168)
Größter relativer Rückgang in Brandenburg (- 6,9 %)
Größter absoluter Rückgang in Brandenburg, Saarland & Mecklenburg-Vorpommern (-6)Weniger als 10% der Friseurunternehmen bilden aus
724 Euro neue Mindestausbildungsvergütung im ersten Ausbildungsjahr ab 2026
►Alle Statistiken Friseurhandwerk Deutschland
Quelle:
Die Daten basieren auf Ergebnissen und Analysen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und der Ausbildungsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA).Absolutwerte wurden aus Datenschutzgründen auf ein Vielfaches von 3 gerundet. Leichte Abweichungen im Summen sind möglich.

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