Web-Glossar (Teil 1 - Grundbegriffe)
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Web-Glossar (Teil 1 - Grundbegriffe)

Das Internet ist eine feine Sache. Jeder kennt es - jeder nutzt es. Die Kids wachsen damit auf, kennen seine spezifische Sprache und wissen somit meist auch was eine Domain, ein URL oder SocialMedia ist. Aber für die Leser, die älter als 12 sind und nicht unbedingt in einem Arbeitsfeld tätig sind, welches es nötig macht, das Vokabular zu kennen, ist all das oft recht verwirrend.

von Christoph Thurner | visionpark.at

Bevor wir beginnen, möchten wir darauf hinweisen, dass wir in keinster Weise den Anspruch erheben hier eine exakte Begriffsdefinition vorzunehmen. So sind alle folgenden Erklärungen teils so stark vereinfacht, dass manch strenger Leser sie schlichtweg als unkorrekt bezeichnen würde. Es ist aber auch nicht unsere Absicht Ihnen diese Begrifflichkeiten genau zu erklären, sondern Ihnen vielmehr einen Überblick darüber zu geben, wie sie verwendet werden und was im üblichen Sprachgebrauch damit gemeint ist, sodass sie eine Vorstellung davon haben, wovon geredet wird.
Fangen wir mit einigen (eher technischen) Grundbegriffen an:

Homepage - Webseite - Website
Einfach gesagt ist das eigentlich alles das Gleiche. Man kann vielleicht etwas differenzieren: Als Homepage wird oft eher eine private Webseite bezeichnet, auf der man Urlaubsfotos herzeigt oder in einem privaten Blog über seinen geliebten Hund schreibt. Eine Webseite ist eine Internetpräsenz in ihrer Gesamtheit - also die komplette Seite mit allen Unterseiten. Und eine Website ist nichts anderes als die englische Bezeichnung für "Webseite".

Domain - URL - Webadresse
Allein die Zusammenfassung der Begriffe ist für viele vermutlich ein schwerer Frevel. Aber die Sache ist leider etwas kompliziert und die Hintergründe sind vermutlich für die wenigsten wirklich interessant.
Und auch wenn mich dafür jeder (mehr oder weniger) Spezialist auf dem Gebiet vermutlich zum Teufel wünscht, erlaube ich mir diese Begriffe darauf zu reduzieren, wie sie umgangssprachlich meist verwendet werden.
Domain, URL und Webadresse bezeichnen meist die Adresse (z.B. www.visionpark.at) die sie im Browser eingeben um eine Webseite zu erreichen. Punkt.

Provider
Mit der Registrierung einer Domain haben Sie sich aber zunächst nur die Adresse gesichert. Die Adresse "www.visionpark.at" gehört jetzt also Ihnen (nicht wirklich). Diese Domain muss dann aber auch mit einem (wieder stark vereinfacht) Computer verknüpft werden, auf welchen alle Dateien die Ihre Webseite ausmacht, hochgeladen und gespeichert werden.
Diesen Computer stellt ihnen (meist) ein Provider zur Verfügung. Dieser hat irgendwo zahlreiche, leistungsstarke Rechner aufgestellt, die permanent laufen, damit ihre Webseite immer aufgerufen und erreicht werden kann. Würde der Provider über Nacht die Server runterfahren, hätten sie in der Zeit keine Internetseite - erst wieder am nächsten Morgen, wenn er wieder alles aufdreht.

Der Vollständigkeit halber muss noch erwähnt werden, dass viele Provider meist nicht nur eine Webseite hosten (auf ihren Servern unterbringen), sondern gleich hunderte.

IP-Adresse
Die IP Adresse ist nichts anderes als die für Computer verständliche Form einer Webadresse. Wir würden sagen: "Hey, schau dir mal die Seite "www.visionpark.at" an. Ein Computer würde sagen: "Hey, schau dir mal 192.167.54.1 an (eigentlich würde er sowas wie: "01011 100101 10110 11110 01000 101011" sagen, aber lassen wir das)".
Für Menschen ist visionpark.at einfach etwas leichter zu merken als ein Reihe von Zahlen - aber im Prinzip führen beide Bezeichnungen zum selben Ziel.
Die oben erwähnte Domain ist Teil des DNS (Domain Name System), welches für die Übersetzung und Zuordnung der Namen bzw. IP-Adressen zuständig ist.

Content Management System (CMS)
Ein CMS ist eine (häufig) webbasierende Oberfläche, die es Ihnen ermöglicht, Inhalte (also Texte, Bilder, News, Videos, etc.) auf Ihrer Webseite - selbst ohne irgendwelche Programmierkenntnisse - zu bearbeiten. Das spart natürlich Geld und Zeit und wird somit immer öfter standardmäßig von Webdesignern angeboten.
Typo3, Joomla, WordPress, CMSmadesimple sind einige Beispiele für CMS Systeme, die noch dazu auf OpenSource-Basis (siehe unten) bereitgestellt werden. Was ein CMS aber meist nicht kann, ist Ihnen zu erlauben, das Layout bzw. die Struktur der Seite grundlegend zu verändern. Da müssen sie dann immer noch Ihren Programmierer oder Webdesigner anrufen.

OpenSource
Die oben erwähnten CMS Systeme sind alle als OpenSource Projekte verfügbar, was bedeutet, dass der Quell(programm)code frei zugänglich ist und von einer Vielzahl von Personen bearbeitet wird. Es gehört nicht einer Person oder einem Unternehmen, sondern quasi der Allgemeinheit, die es weiterentwickelt und verbessert. Die Motivation derartige Systeme zu nutzen ist leicht verständlich, da sie nicht eingekauft werden müssen, sondern frei zugänglich sind (keine Softwarekosten, keine Lizenzgebühren).
Die Motivation für diejenigen, die an diesen Projekten arbeiten, ist stark mit dem Gedanken von Geben und Nehmen verknüpft. In den Anfängen ist es oft der gemeinschaftliche Grundgedanke der eine derartige Initiative nährt und häufig entsteht dann bei Nutzern des Systems das aufrichtige Interesse der jeweiligen Community etwas zurückzugeben und selbst mitzuhelfen.

Was bedeutet HTML, CSS, Javascript, Flash, ... ?
Hier wird es wieder etwas technisch und kompliziert. Am besten erklären wir eines nach dem anderen und wieder stark vereinfacht: HTML steht für "Hypertext Markup Language" (sehr interessant:) und ist eine Sprache, mit der Dokumente im Web erstellt und strukturiert werden.
Ein HTML Dokument beinhaltet einen allgemeinen, eher technischen Bereich ("HEAD"), und einen "BODY". Im Body stehen dann u.a. Informationen über Texte, Bilder, Links, etc. - also die für den Besucher einer Seite wesentlichen Dinge.
Man hat mit HTML zwar die Möglichkeit das Aussehen einer Seite zu gestalten, jedoch eher begrenzt. Mittels "CSS" können Webseiten viel genauer und interessanter gestaltet werden. Zudem sorgt es für mehr Übersicht, da Inhalt (HTML) und Design (CSS) getrennt sind. CSS kommt aber nie allein vor - es gibt also keine "CSS-Webseiten". Vielmehr ist es als Erweiterung zu reinen HTML(-formatierten) Seiten zu verstehen. CSS hat den weiteren großen Vorteil, dass es - wie auch HTML - weitestgehend plattformunabhängig einsetzbar ist - es spielt also keine Rolle ob Windows, Mac, Linux, etc.
Schon komplizierter ist die Sache in Bezug auf unterschiedliche Browser (z.B. Internet Explorer, Safari, Firefox, Opera, Google Chrome, etc.). Jeder Browser interpretiert gewisse Befehle leider ein klein wenig anders, weshalb Webseiten sehr genau getestet und optimiert werden müssen. Das ist oft eine sehr zeitintensive Arbeit und u.a. ein Grund warum es keine professionellen Webseiten für € 99,-- geben kann, es sei denn, man findet jemanden der für 1-2 Euro die Stunde arbeitet.
Viele weitere Gestaltungsmöglichkeiten bietet z.B. "Javascript" - eine für Webseiten gebräuchliche, "relativ" einfache Programmiersprache. Jedoch ist Javascript in manchen Browsern und manchmal in ganzen (Firmen-)Netzwerken deaktiviert. Das hat zum einen den Grund, dass es gewisse Sicherheitsrisiken (z.B. Viren) birgt, zum anderen sind oftmals Internetspiele oder Anwendungen mit Javascript umgesetzt. Und viele Firmen möchten ihre Mitarbeiter lieber arbeiten sehen, als spielen.
Ähnliches gilt für Flash. Mit Flash lassen sich tolle Seiten umsetzen. Vor allem in punkto Animation ist Flash für Webseiten unschlagbar. Wir erinnern uns mit Schrecken an die bezaubernden Seiten, denen man bis vor einigen Jahren häufig begegnet ist. Dort hat alles geblinkt, alles hat sich gedreht und bewegt.
Gekonnt eingesetzt aber kann es das gewisse Extra sein. Leider ist auch Flash in Firmennetzwerken oft gesperrt, da es sehr viele Flash-basierende Spiele im Netz gibt. Weniger problematisch dagegen ist die Verbreitung des Players, der zum Ansehen von Flashinhalten notwendig ist. Der Adobe Flash Player hat laut Herstellerangaben einen Verbreitungsgrad von 98 %.
Ws gibt noch weitere Programmiersprachen, Technologien, etc. Sie haben vielleicht bereits von PHP oder Pearl gehört. Vielleicht aber auch nicht. Wie dem auch sei - das führt zu weit.

Und so geht es weiter ...
Im zweiten Teil werden wir uns ein wenig genauer ansehen, was es mit Google bzw. Suchmaschinen im allgemeinen, sowie Links, Backlinks, Social Media und Web 2.0 auf sich hat.


Christoph Thurner ist Geschäftsführer der progessiven Web&Werbeagentur visionpark.at



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