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Tipps, zur Imagebildung mit Ihrer eigenen Kundenzeitschrift
Marketing & PR

Tipps, zur Imagebildung mit Ihrer eigenen Kundenzeitschrift

von Raphaela Kirschnick

Kundenzeitschriften entwickeln sich nach einem Bericht des Branchendienstes "One to One" zu einem wichtigen Instrument der Unternehmenskommunikation. Im deutschsprachigen Raum erschienen im vergangenen Jahr 3.500 Magazine. DM's ACTIVE BEAUTY ist darunter Österreichs auflagenstärkstes Kundenmagazin im Frauen-Segment. Es erscheint neun Mal jährlich in einer Auflage von phänomenalen 1,1 Millionen Stück. Es scheint sich also zu lohnen.

Natürlich kann ein einzelner Salon nicht mit den mehrseitigen Hochglanzmagazinen von
T-Mobile, Visa, DM, etc. konkurrieren. Aber ein Blick auf die Sache lohnt sich allemal. Denn ob im Großen oder Kleinen, Kundenzeitschriften sind Studien zufolge ein effektives Mittel, die Kundenbindung zu erhöhen und dienen der nachhaltigen Imagebildung.

Konsequenz verfolgen...
Ein Kundenmagazin sollte man entweder richtig machen oder überhaupt nicht. Damit die Investition in eine eigene Kundenzeitschrift nicht schon im Ansatz verpufft, lohnt sich auf jeden Fall ein kritischer Blick auf das Gesamtkonzept der Zeitschrift.
Die zentralen Fragestellungen:
- Ist der Inhalt interessant?
- Gefällt die Aufmachung?
- Bieten wir unseren Kunden etwas Besonderes?
Intercoiffeur Kruder (www.kruder.at) vertreibt seit bereits 16 Jahren ein eigenes Kundenmagazin. "Es folgt die 60. Ausgabe", berichtet Marc Kruder, Inhaber des erfolgreichen Tiroler Salons, stolz und beschreibt die Entwicklung über die Jahre: "Es ist immer eine sehr persönliche Arbeit, da kein Professionist mitarbeitet (Text, Layout) und daher immer unterschiedlich. Sehr gut zu sehen durch unterschiedliche Ausgaben, verursacht durch immer verbesserte Software und bessere Handhabung derer. Anfangs war das 4seitige Magazin rein schwarz/ weiß, später außen farbig und innen schwarz/weiß. Mittlerweile ist unser Magazin durchwegs farbig und wird 4mal jährlich zum Jahreszeitenwechsel herausgegeben."

Überzeugung erwecken...
Kundenzeitschriften leisten viel mehr als nur die Kunden zu informieren.
Tunlichst sollten Sie vermeiden in Ihrer Kundenzeitschrift nur darüberzu schreiben, wie toll Ihre Dienstleistungen und Produkte sind!
Berichten Sie lieber überHintergrundinformationen und bieten Sie damit einen Zusatznutzen an, dann schaffen Sie auch den Weg in die Köpfe Ihrer Zielgruppe.
Berichten Sie zum Beispiel über die besonderen Inhaltsstoffe neuer Produktserien und deren Bedeutung, deren Wirkweisen, derer Geschichte/ Ursprung. Dann, quasi als Schlusssatz verweisen Sie darauf, dass Sie Produkte mit diesen einzigartigen Inhalten im Sortiment haben. Ihre Dienstleistung/ Ihr Produkt rückt durch diese Tatsachen ins Rampenlicht, obwohl es erst am Schluss des Artikels erwähnt wird. Überzeugen Sie Ihre Kunden zuerst von Ihrer Kompetenz. Das weckt Glaubwürdigkeit und Interesse! Blättern Sie mal durch die bekannten Kundenmagazine, da wird Ihnen genau dieser Aufbau auffallen.

Ziele führen ...
Setzen Sie sich klare Ziele, die Sie mit Ihrer Publikation erreichen möchten.
Marc Kruders Ziel ist die Information selbst und die einheitliche Aussage, welche bei 15 Mitarbeitern sehr wichtig ist. "Die Kunden sollen wissen, welche Aktivitäten geplant sind (Schminkabende, Aktionen, Events, Auszeichnungen, Ausflüge, neue Produkte)", fügt er hinzu.

Inhalte nutzen...
Weitere Vorteile von Kundenzeitschriften können für Kunden spannende Gewinnspiele sein. Berichte über Ihre Aktivitäten in der Öffentlichkeit und alles Neue im Salon dürfen natürlich nicht fehlen. Durch Ehrungen in der Öffentlichkeit können Sie Mitarbeiter motivieren.
"Wir informieren über alles, was Mitarbeiter und Saloninternes betrifft (Seminar, Betriebsausflug, neue Mitarbeiter/ Lehrlinge, Infos über Neuigkeiten/ Veränderungen)", berichtet Marc Kruder und ergänzt: "Inhaltlich geprägt ist unser Magazin von der Laune des `Redakteurs´. Das heißt auch branchenfremde Artikel, z.B. über Bekleidung, Kinofilme, Statements zum Zeitgeist etc. können vorhanden sein."
Ganz wichtig ist also die persönliche Note, mit der Sie Sympathiewerte schaffen.


Regelmäßigkeit gewinnen...
Ein Kundenmagazin wird nur als solches wahrgenommen, wenn es regelmäßig mit neuen Themen aufgelegt wird. Überlegen Sie, in welchem Rhythmus sich bei Ihnen Themen ansammeln, die die Seiten einer Salonzeitung füllen können. Danach und nach dem zur Verfügung stehenden Budget sollten Sie die Häuufigkeit bestimmen.
"Einfach probieren - aber nur wenn man sich bewusst ist, dass dies ein Langzeitprojekt ist."rät Marc Kruder allen, die mit einem solchen Projekt liebäugeln. "Man kann vielleicht ab der zweiten Ausgabe noch einstellen, aber nicht mehr nach der fünften. Zu stark ist der Gewöhneffekt und die damit verbundene Kundenbindung. Auch das Selbermachen ist in dieser Häufigkeit sinnvoller - nicht nur günstiger! Die eigene Handschrift trägt auch zur CI (Corporate Identity) des Betriebes bei."

Erfolgsstorys inspirieren...
Das Ziel, das Sie mit Ihrer Kundenzeitschrift verfolgen, ist klar: Sie wollen Ihr Unternehmen und Ihr Angebot beim Kunden in einem möglichst guten Licht erscheinen lassen. Aber Vorsicht: Eigenlob stinkt! Kundenzeitschriften, die vor Eigenlob strotzen, wandern meist ungelesen in den Papierkorb. Die Lösung: Legen Sie das Lob für Ihr Unternehmen in den Mund von anderen. Bringen Sie Erfolgsstorys! Veröffentlichen Sie Berichte über Kunden, die Dank eines Ihrer Produkte oder Ihrer Dienstleistung einen besonderen Erfolg erzielt haben. Hochzeiten, Ballfrisuren, Lösung von Kopfhautproblemen oder dünnem Haar...- an geeigneten Themen dürfte es in unserer Branche sicher nicht mangeln.

Tipps verführen...

Was ein Produkt kann steht meist auf der Flasche. Dagegen findet man dort keine Zusatztipps für die Anwendung und für besonderes Frisurenstyling. Bringen Sie solche Informationen in die Zeitung. Fotografieren Sie die Schritte für´s Frisurenstyling zuhause und veröffentlichen Sie diese. Hier können Sie vor allem Mitarbeiter fordern und motivieren.

Gekonnt kalkulieren...
Um eine vernünftige Zeitung auf die Beine zu stellen, sind natürlich Investitionen notwendig. Diese kann man jedoch gut kalkulieren und hat für zukünftige Ausgaben immer einen guten Richtwert. Beachten Sie, dass Sie an einigen anderen Marketingaktivitäten sparen können, da Sie diese ja mit der Zeitung abdecken.
"Unsere Kosten sind durch Zusammenarbeit mit Zulieferanten und der Druckerei im Verhältnis zur Resonanz relativ gering", informiert Marc Kruder "Und da die Kunden sich die Zeitung beim Besuch selbst mitnehmen, minimieren wir sonstige Direkt-Mailings. Wir machen auch wenig Print-Werbung. Lieber drucken wir mehr Zeitungen und lassen diese in den zu bewerbenden Gebieten verschicken."

Auflage bestimmen...
Die Auflage sollte sich grob an der Anzahl Ihrer Kunden richten, die Sie erreichen möchten. Kalkulieren Sie ein, dass die Magazine mehrfach gelesen werden und auch weitergereicht werden.
"Unsere Auflage liegt je nach Vertrieb zwischen 1500 - 3000 Stück. Die Verteilung erfolgt meist durch die persönliche Mitnahme vom Kunden. Manchmal führen wir auch gezielte Postwurfsendungen durch", erzählt Marc Kruder von seiner Vorgehensweise.

Kunden fragen...
"Mittlerweile ist unser Magazin von den Kunden nicht mehr wegzudenken", weiß Marc Kruder. "Sie warten schon immer auf die neue Ausgabe und informieren sich gerne mit diesem Medium. Es ist eine perfekte Ergänzung zur Homepage, da persönlicher."
Online gestellt schlagen Sie also zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie sind toll im Print und haben regelmäßig aktualisierte Web-News.

Optimieren Sie regelmäßig Ihr Werk und schaffen Sie damit ein hochwirksames Instrument zur Imagebildung und Kundenbindung.

In diesem Sinne... wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Schreiben!

Ihre Raphaela Kirschnick

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