Catwalk Report Spring/Summer 2012
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Catwalk Report Spring/Summer 2012

Neue Saison, neue Looks: Die Shows für Frühjahr / Sommer 2012 haben bewiesen, dass ein frischer Blick auf die Mode eine Fülle neuer Gedanken anregt und mit dem subtilen, aber fesselnden Machtspiel zwischen Mode und Haar Anlass für die Gestaltung einer Reihe neuer Haarlooks ist.

Wella Professionals war präsent hinter der Bühne der internationalen Kollektionen in New York, Mailand und Paris! Die Global Creative Directors von Wella Eugene Souleiman (Pflege und Styling) und Josh Wood (Farbe) konnten so die Looks für mehr als 20 Modenschauen in allen Modehauptstädten entwickeln und dabei unter dem kreativen Einfluss führender internationaler Designer und von Trend Vision von Wella Professionals spannende Looks ausarbeiten.

Wir präsentieren Ihnen die beeindruckendsten Looks der Saison und deren Interpretation. In Step by Step Techniken können Sie die interessantesten Frisuren gleich selbst nachmachen.

Von DKNY und Jeremy Scott in New York bis zu Haider Ackermann und Issey Miyake in Paris – jeder Look dieser Saison verweist auf originelle Ideen, die auf Grundlagen beruhen, die so vielfältig sind wie Kultur, Kunst, Wissenschaft, Natur, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. BLAZE und GRACE verkörpern die Schlüsselthemen für Frühjahr / Sommer 2012, zwei archetypische Frauenpersönlichkeiten, deren Eigenschaften die Haarlooks der Saison anregen und inspirieren.

GRACE – die moderne Muse
Grace ist selbstsicher, perfekt und pur. Sie verströmt Strahlkraft und mühelose Eleganz. Als Trend repräsentiert Grace Opulenz, Luxus und leichten Glamour. Das Haar von Grace ist ihre krönende Glorie: Ein glühender Glanz mit einer fließenden, lässigen Struktur. Sie trägt ihr Haar offen, um seine luxuriösen Eigenschaften besser zu offenbaren. "Dieser Look ist sehr, sehr teuer, sieht aber mühelos aus", sagt Eugene und zitiert als Beispiel das Haar bei Chloe, das auf "wirklich coole Mädchen zurückgeht, die Moderedakteurinnen der französischen Vogue".
Das Haar von Grace unterscheidet sich von Haar, das einfach nur lang getragen wird, durch ein Element der Kontrolle – "es ist eine Einheit", kommentiert Eugene. "Es ist so gestaltet, dass es sich im Einklang bewegt, damit man eine klare Silhouette erhält."
Grace ist eine neue Richtung für langes Haar und stützt sich ebenso auf die Qualität des Haars wie auf den Stil.

GRACE – auf dem Catwalk
Um bei Etro Kontrolle in langes Haar zu bringen, hat Eugene das Haar vorne glatt an den Kopf gelegt, unterteilt von einem stark angeschrägten Scheitel. Die oberen Längen des Haars wurden geformt und gefaltet, um am Hinterkopf eine bobähnliche Form zu schaffen, während die Längen darunter offen gelassen wurden. "Das Thema der Show war 'Deco Twenties'", sagt Eugene. "Aber wir wollten das nicht zu wörtlich nehmen. Dieser Look hatte unkonventionelle Elemente, aber auch ein folkloristisches Gefühl, das durch die Drucke auf der Kleidung hervorgerufen wurde."


Y-3 zeigte ein ähnliches Gefühl der Leichtigkeit, nur etwas sportlicher, auf der Grundlage des Schwerpunktes der Kollektion bei den Olympischen Spielen 2012 in London. Eugene sagt: "Wir haben das lange Haar asymmetrisch gemacht, indem wir ihm einen Mittelscheitel gegeben haben, eine Seite über das Ohr gelegt haben und die Oberfläche glatt gelassen haben. Dann haben wir die andere Seite oberhalb des Ohres genommen und Struktur hinzugefügt."
Chloe zeigte die äthetischste Version des Looks mit einer lässigen, äußerst eleganten Frisur mit Mittelscheitel, die auf die Schultern fällt, wobei ihre Qualität und Gesundheit sich durch das schiere Gewicht des Haarvolumens ergibt.


Eine entspanntere Interpretation von Grace war bei DKNY zu sehen, wo lange, fallende Wellen aus Haar – das Eugene als New Yorker Haar beschreibt – eine grobe, glänzende Struktur hatten. Jedes Mädchen trug einen riesigen Hut; also spielte Eugene mit der Farbe, um Struktur und Interesse zu verstärken, machte das Haar oben leichter und darunter dunkler, als ob es in der Sonne gewesen wäre, um das "reiche Mädchen" zu spielen, Hamptons Thema für die Show.


Jeremy Scotts Show – Barbie Goes Country – ist ein perfektes Beispiel für die Silhouette von Grace. Das Haar wird zurückgekämmt und geformt, um ihm oben Volumen und Form zu verleihen, und in Büscheln zusammengefasst. "Der Look hat Spaß gemacht, war jung und ein bisschen 'Beverly Hillbillies'", sagt Eugene.


Das Thema Reichtum setzte sich bei Peter Som fort, bei dem die kreative Vorgabe war: "Schlechtes Haar für ein böses Mädchen aus einer reichen Familie". Es machte Eugene Spaß, mit der Farbe zu spielen und an den Wurzeln einen Hauch von Goldrosé zu verwenden, damit es aussah, als ob eine extremere Farbe im Lauf der Zeit ausgewaschen worden wäre.
"Jugendlich" war ein weiteres Wort, das in dieser Saison in aller Munde war, aber Josh beruhigt uns: "Es geht darum, echt auszusehen. Ja, es ist raffiniert, aber es muss nicht alt oder übertrieben aussehen." Wichtig für den Look ist die unglaubliche Leichtigkeit eines Hauchs von Weiblichkeit und Weichheit, versinnbildlicht von Louis Vuitton, bei dem die Mädchen sehr helles blondes Haar hatten.
Grace lässt sich durch eine Palette weicher und heller Farben verwirklichen, die Josh als "Pistazie, Schlüsselblume, Pfirsich, Immergrün" beschreibt. Eiskrem und Gelato mögen in dieser Saison in aller Munde gewesen sein. Jetzt sieht es so aus, als wären sie auch in unserem Haar.



BLAZE– die Femme Fatale
Blaze ist verwegen, sie lässt sich gerne beachten. Ihr südländisches Erbe bedeutet, dass sie sinnlich, feurig und leidenschaftlich ist und eine leichte Neigung zu männlicher Stärke hat. Die Frisur von Blaze ist fetzig, auffallend und experimentell. In der Mode wurde dieser rebellische südländische Einfluss besonders bei Missoni und dessen Thema "Spanish Harlem" mit seinem heißen und verschwitzten Club-Soundtrack deutlich, bei Haider Ackermanns Muse: "Eine Rebellin mit Vertrauenskapital" und bei Isumori Chisato, dessen Schau kubanische Amerikanismen zur Grundlage hatte, wo kurze und gewellte Pinup-Frisuren durch die Schwüle gekräuselt waren. "Blaze ist ein Look, bei dem es um Stärke und Kontrolle des Haars geht. Er arbeitet mit Form und Struktur, um etwas Bildhauerisches, fast Architektonisches hervorzubringen", sagt Eugene.

In einer Saison, in der die Kleider reich an raffinierten Details und Farbe waren, verlangten die Designer einen gepflegteren Look und eine kleinere Kopfform, damit wichtige Details des Ausschnitts und der Stoffe nicht verborgen würden. Hier kommt Blaze zu ihrem Recht, sagt Eugene. "Wenn in den Kleidern so viel geschieht, ist es wichtig, den Look des Haars zu verfeinern und zu definieren, damit er eine Aussage wird, die für sich selbst spricht."


BLAZE– auf dem Catwalk
Die schlichteste Verkörperung von Blaze war bei Tommy Hilfiger zu sehen, bei dem glattes Haar mit Mittelscheiteln in einem niedrigen Pferdeschwanz zusammengefasst wurde.
Bei Donna Karan wurde das Haar zu einem festen Pferdeschwanz zusammengeführt, der gebunden war und vom Hinterkopf abstand.
"Als Übung, mit der geringsten Menge Haar eine starke Aussage zu machen, ist der Look von Stella McCartney, es ist zurückgekämmt und endet in einem eleganten Knoten", sagt Eugene.


Die verzierten Kleider bei Missoni waren ein wichtiger Einfluss für den "weniger ordentlichen", asymmetrischen Look, bei dem das Haar unordentlich vorne auf eine Seite gekämmt und die Längen am Hinterkopf zu einer Schleife geformt wurden.


Bei Paco Rabanne hatten die metallisch schimmernden Kleider, von denen manche architektonisch extravagant mit übergroßen, sonnenstrahlförmig plissierten Ausschnitten als Gegengewicht quadratische, abstehende Tollen und fließende Pferdeschwänze, die über einem fast konischen unteren Teil vom Hinterkopf abstanden, damit das Haar schwingen konnte (sie erhielten von der Presse den Spitznamen "Coneytails).
Das kopfformende Potential einer Tolle war auch bei Haider Ackermann zu besichtigen, wo Eugene für einen dandyhaften maskulinen Look sorgte.


Die graphische Qualität von Blaze wurde bei Antonio Marras deutlich, bei dem Eugene das Haar eng auf dem Kopf wickelte, ihm Hochglanz verlieh und dann eine dekorative, asymmetrische Tiara aus seilartig gedrehtem Haar schuf (geflochtenes Haar kennzeichnet diese Saison).
Ähnlich bei Tory Burch: Jung und frisch, reizend und hübsch waren die Kennwörter für die seitlich gescheitelten Frisuren, bei denen die Längen verborgen wurden und für eine bobähnliche Form sorgten.


Den Kopf neu zu formen, um ein neues Profil zu schaffen, wurde bei Issey Miyake Gegenstand von Experimenten in extremer Form, wo Eugene eine Kollektion Kopfbedeckungen vorgelegt wurde, die mit Blütenblättern geschmückt waren. "Das Thema der Show war 'Botanisches und der Bildhauer Brandisi'", sagt er. "Wir hatten die Idee, den Kopf mit dem Haar wie eine Tulpenknospe zu formen. Es war ein bisschen konzeptionell und mutig, aber gleichzeitig sehr hübsch und hat das Profil jedes Mädchens so verlängert, wie es bei Statuen von Brandisi der Fall ist." Eugene hat den Look noch dadurch verstärkt, dass er das Haar mit abgestuften farbigen Bändern einsprühte, um die natürliche Tönung von Tulpenblütenblättern nachzuahmen.


Farbe ermöglicht eine starke Aussage, wenn sie genutzt wird, um die Modebotschaft zu vermitteln, und bei Narciso Rodriguez hat Eugene die kurzen, raffinierten Frisuren mit Farben versehen, die zu den Kleidern passen sollten. "Ich habe mit Narciso über den Film "Performance" gesprochen, in dem Mick Jagger sein Haar mit Schuhcreme einreibt, und er wollte diese Idee sofort für seine Show", sagt Eugene. "Sie brachte für Narciso eine interessante Entwicklung mit sich, weil sein Stil normalerweise recht klassisch und damenhaft ist."Darum ging es bei der Show von Naciso: Farbe nicht als Accessoire, sondern Farbe mit Überzeugung – und das ist wirklich stark.





Fotocredit: Wella Professionals


www.wella-professionals.at

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Mit BLAZE und GRACE ins Frühjahr 2012!

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