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TIGIs Tina Eisenhuth - weil es viel bringt, sich selbst zu geben
Interview

TIGIs Tina Eisenhuth - weil es viel bringt, sich selbst zu geben

Selbstreflexion Sender-Empfänger, Blogger-Stars, London vs. Deutschland … ein Talk.

Fakten

Geboren und aufgewachsen in Münchberg, Oberfranken
Ausbildung in Bayreuth, Benny&Friends
L’Oréal Education Hamburg und Leipzig
Aktuelle Position: TIGI Technical Education Manager



imSalon: Vom Salon über L’Oréal zu TIGI. Wie kam es dazu?
Tina Eisenhuth: Ich bin ein Mensch, der sich immer weiter entwickeln möchte. Dafür ist dann oftmals ein Wechsel wichtig, um in einem neuen Team seinen Weg fortführen zu können. Neues kennenlernen, das zählt für mich. Tja, so bin ich auf TIGI gestoßen und war vom ersten Moment begeistert von der Philosophie, vom menschlichen Umgang und der Markenwelt, die durch sehr ausdrucksstarke Visuelle präsentiert wird. Hinzu kam der Background zu London und der internationale Austausch mit anderen Ländern, der mich gereizt hat. Und ich habe es keinen Tag bereut.

Jetzt bist du Technical Education Manager. Kurz, was machst du?
Ich bin hauptsächlich für das Education Team zuständig: Planung, Einteilung, Organisation. Zudem gebe ich VIP Salonschulungen und Seminare. Und natürlich die Seminarentwicklung im internationalen Austausch, wir adaptieren globale Formate für den deutschen Markt.

"Das Wichtigste? Sich von außen spiegeln!"



Du stehst viel vor Anderen. Was ist das wichtigste dabei?
Versuchen, sich selbst treu zu bleiben! Sich von außen zu spiegeln und zu fragen: Steh ich perfekt? Brauche ich mehr Spannung? Ist mein Gesichtsausdruck positiv? Wie reagiere und wirke ich auf Kommentare und Kritik? Selbstreflexion Sender – Empfänger! Manche Dinge kommen anders an, als sie losgeschickt werden!
Vor anderen zu Präsentieren, habe ich richtig lernen müssen. Ich konnte schon immer gut mit Menschen - das ist eine Grundvoraussetzung für den Friseurberuf - doch vor Publikum zu sprechen, das war nie mein Ding! In der Schule habe ich das schon gehasst, aber als ich im Education Bereich anfing, war mir schnell klar, das ist jetzt meine tägliche Arbeit. Ich wollte am Ball bleiben und mich rein finden, sonst hätte ich einen anderen Plan gebraucht. Und das wollte ich nicht. Zum Glück!


TIGI Shooting zur SHIFT Collection in London

Was macht eine gute Schulung an?
Dass die Erwartungen der Salons und Mitarbeiter erfüllt werden und alle motiviert in den Arbeitsalltag starten. Dass Schulungsleiter nicht nur den Inhalt loswerden möchten, sondern intensiv und flexibel auf die Teilnehmer eingehen um sie weiter zu bringen.

Bist du ein Vorbereitungsfreak oder eher spontan?
Vorbereitungsfreak. Und auch spontan. Auch einem guten Plan kann etwas dazwischenkommen. Besonders im Educationbereich muss man sich auch immer wieder spontan auf neue oder unerwartete Situationen einstellen können. Aber ich kann besser spontan sein, wenn ich gut vorbereitet bin.

Sonntagsarbeitsverbot. Wie handhabt ihr das?
Wir machen keine Schulungen mehr am Sonntag, haben alles komplett auf Montag und Dienstag verlegt, das hat sich sehr gut eingependelt. Große Veranstaltungen sind natürlich eine Ausnahme.

"Materie. Handwerk. Geht nur durch Education."



Immer mehr Videos erobern den Markt, immer mehr Leute zeigen ihre Looks im Internet. Wo siehst du Herausforderungen in der Weiterbildung?
Ich denke, Education wie wir es kennen, wird ein wichtiger Bestandteil bleiben, auch um sich untereinander austauschen zu können. Vorm PC ist jeder für sich selbst. Aber ja, dieser Bereich wird zunehmen und man muss sich fragen, was man bei Weiterbildung zukünftig tun kann. Das Fachliche ist und bleibt für uns ein wichtiger Punkt, um die Materie zu verstehen und handwerkliches Grundwissen aufzubauen, das geht nur rein durch Education.
Mit der TIGI App, über die sich Friseure und Endverbraucher auch immer über die neusten Trends, Looks und das fachliche Know How auf dem Laufenden halten können, geht auch TIGI mit einem coolen interaktiven Tool in ein den nächsten Bereich um Education noch interessanter zu machen.

Ihr arbeitet immer Häufiger auch mit Bloggern zusammen, jüngst ist das TIGI Blogger Magazin in Berlin entstanden. Was ist die Botschaft an den Friseur?
Blogger inspirieren Endverbraucher, die wiederum kommen zum Friseur und wollen dann genau diesen Look. Blogger sind die neuen Stars, wie Victoria Beckham damals mit ihrem Bob, lösen sie jetzt einen neuen Hype aus. Der Friseur muss sich damit auseinandersetzen. Er sollte wissen, welchen Lifestyle sie leben und was sie repräsentieren, das wird letztlich im Salon gewollt.

Wie hältst du dich persönlich fit?
Indem ich die Verbindung zwischen Office/Vorbereitung/Background und Zusammenarbeit mit meinem Team und den Einsätzen in den Salons halte, um den richtigen Blick auf die Dinge nicht zu verlieren. Was man am Schreibtisch entwirft, ist anders, als die Praxis selbst.

Bietet ihr eigentlich Beratungs-Schulungen in englischer Sprache an?
Nicht konkret in Deutschland. Aber Salons, die das wünschen, haben die Möglichkeit, in einer Auslandswoche Schulungen in der Academy in London zu besuchen. Da gibt es das Format Creative Cut&Color in Englisch mit deutscher Übersetzung. Es ist sicher toll, sich da auf neuem Level weiterzuentwickeln, gerade bei internationaler Kundschaft.

Du bist viel unterwegs, nicht nur innerhalb Deutschlands …
Ja, ich reise gern, in verschiedenste Länder. Das ist mir wichtig.
Am faszinierendsten ist für mich Amerika. Es ist so groß und facettenreich. Es gibt ruhige und idyllische Orte, Metropolen, Wüste … einfach so viel zu bestaunen.

Du bist ungefähr viermal im Jahr in London. Hast du dort einen Lieblingsplatz?
Ich liebe London als Stadt an sich. Aber am liebsten habe ich es, vom Pestana Chelsea Bridge Hotel zur TIGI Academy durch den Park zu spazieren. Und natürlich shoppen zu gehen. (lacht)

Du kennst ja die Mascolo-Family und die engsten Mitarbeiter bei TIGI. Was beeindruckt dich bei denen?
Ihre Nahbarkeit finde ich toll! Sie haben so viel in der Branche erreicht, sind Berühmtheiten, aber jeder ist ein ganz normaler Mensch, bei den Meetings, bei den Shows. Immer.

Welches Produkt beschreibt dich?
Hmmm. Wohl am ehesten Stylingcreme Bead Head After Party. Die kann seeehr flexibel zum Einsatz kommen!
Denn, ich kann nicht stillsitzen und brauche ständig etwas, dass mich antreibt.
Ich liebe Sport und Fitness, Yoga … Auch hier bin ich flexibel (lacht) und probiere immer neue Dinge aus. Die Entwicklungen am Sportsektor sind genauso spannend wie die in der Modebranche. Der perfekte Ausgleich!



Du hast bei der aktuellen TIGI SHIFT Collection 2017 mitgearbeitet, genauer gesagt, den Maddy Look mit Gianni D'Assero kreiert. Wie war das?
Spannend! Mein erstes Kollektionsshooting. Wirklich aufregend, eine Kollektion von Beginn an mitzuerleben. Wie sich die Ideen vom Moodboard bis zum fertigen Look am Modell Stück für Stück entwickeln. Interessant zu sehen, welche unterschiedlichen Anforderungen es an Foto und Video, z.B. in den Körperhaltungen, gibt.
Mit Gianni zu arbeiten ist super entspannt und relaxt, wie mit dem gesamten Team. Ich mag diese TIGI Familie. Sie hat einen festen Kern. Man fühlt sich aufgehoben, involviert und die Arbeit geht gut von der Hand.



Image London vs. Deutschland?
Das Image ist ein komplett ein anderes. London ist eine Modemetropole, hier gibt es viele Labels und Designer, regelmäßige Fashion Shows. Das geht nicht ohne Hairstylisten, die haben hier einen guten Stand! Und in London sind Friseure groß geworden, die die Branche nachhaltig beeinflusst haben, Vidal Sassoon, Tony Rizzo und auch Anthony Mascolo – den kennt man hier einfach.

Was wünschst du dir von heimischen Friseuren?
Was ich von mir selbst sagen kann: Einfach offen zu sein und sich vielleicht etwas mehr zu trauen und genauer hinzusehen, um den Horizont zu erweitern.


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Credit: TIGI

Das Interview führte Katja Ottiger

April 2017

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