Birgit Keppel: Friseurservice - eine Berufung
Interview

Birgit Keppel: Friseurservice - eine Berufung

Gleich nach ihrem Meistertitel stieg die gebürtige Oberösterreicherin bei Wella Professional ein. Als Fach- und Qualitätstrainerin stand sie auf den Seminar- und Showbühnen und gab ihr Know-How an die Branche weiter. Seit 2008 liegen die Geschicke des Friseur Service Wella Professional in ihren Händen.
Seit 2009 hat sie die Funktion als Leiterin des Friseur Service Salon Professional inne.

Seit 2 Jahren bist du als Leiterin des Friseurservicteams bei Salon Professionals verantwortlich für die Marken Wella, Sebastian & Sassoon. Worin siehst Du deine wichtigste Aufgabe mit deinem Team?Wir möchten sicherstellen, dass unsere Kunden jenes Schulungskonzept an die Hand bekommen, dass den Salon, die Mitarbeiter und den Unternehmer selbst, zu noch mehr Erfolg verhilft. Aufgrund unseres vielseitigen Markenportfolios können wir den Friseur passend zu seinem Salonkonzept jene Produkte & Dienstleistungskonzepte anbieten, die seine Philosophie unterstützen.

Was reizt dich an deiner neuen Position?
Entscheidungen von Anfang an mitbeeinflussen zu können. Die Zusammenarbeit in einer DACH-Funktion (Deutschland-Österreich-Schweiz). Natürlich aber auch die persönliche Herausforderung an mich selbst. Ich kann Stillstand nicht leiden. Bin ein sehr neugieriger und wissenshungriger Mensch, der offen ist für Neues.

Du hast lange als Fachtrainerin für Wella Professionals gearbeitet. Wie wird man Fachtrainer, was muss ein künftiger Fachtrainer mitbringen?
Ein guter Friseur muss noch lange kein guter Fachtrainer sein und genauso ist es auch umgekehrt. Wichtig ist, dass man Spass daran findet Wissen weiter zu geben. Durch unsere interne Ausbildung zum Fachtrainer, können wir sicherstellen, dass jene Fähigkeiten mitgegeben werden, die einen guten Trainer ausmachen. Diese interne Ausbildung dauert ca.1 Jahr. Um als Trainer zu arbeiten, setzen wir keinen Meisterbrief voraus.

Du selbst bist viele Jahre für Wella auf der Bühne gestanden. Vermisst du die Arbeit auf der Bühne, die besondere Atmosphäre bei Tourneen?
Das Einzige, was mir manchmal fehlt, ist die Athmosphäre einer Tournee – ein Team, 24 Stunden /5 Tage die Woche zusammen, jeden Tag ein anderer Ort, ein anderes Publikum. Ja das hatte schon seinen ganz besonderen Reiz und viele lustige Hoppalas….
Ich habe die ganzen 8 Jahr genossen, als Fachtrainer & Qualitätstrainer zu arbeiten. Es war eine schöne Zeit mit vielen unvergesslichen Highlighs, aber nun genieße ich meine neue Herausforderung sehr.

Wie sieht dein üblicher Arbeitstag aus?Die Bühne habe ich nun gegen einen Büroalltag getauscht. Meine Bürotage beginnen in der Regel sehr früh. Nutze gerne die Ruhe am Morgen um Mails zu beantworten und Dinge zu erledigen, für die ich ein bisschen Zeit zum Nachdenken brauche. Tagsüber folgen Besprechungen, Kundentermine und viele Telefonkonferenzen. Abends, wenn dann wieder etwas Ruhe im Büro einkehrt ist, arbeite ich Vieles ab, was während des Tages liegen geblieben ist. Also zusammengefasst beginnt mein Tag sehr früh und endet viel zu spät, aber es macht trotzdem viel Spass (meistens)!

Deine wichtigsten Stationen?
Da hat es einige gegeben. Jedoch war die Teilnahme an einem Wella Seminar 1998 - Master of Color - sehr ausschlaggebend. Ab diesem Zeitpunkt wusste ich, dass ich bei Wella arbeiten möchte. Mein damaliger Plan war max. 2 Jahre Wella und dann wieder ab nach OÖ, um den Betrieb meiner Eltern zu übernehemen – der Betrieb ist mittlerweile verpachtet und ich bin glücklich da zu sein, wo ich bin.

Welcher Friseur hat dich inspiriert?
Eine ganz unbekannte Friseurin: meine Grossmutter!

Dein härtestes Training?
Meine 5 Jahre im elterlichen Betrieb und die Einführung von regelmäßigem Sport in mein Leben – aber beides hat letztendlich gut geklappt!

Was erfüllt dich in unserer Branche mit Stolz?
Jene Friseure, die den Mut haben andere Wege zu gehen und dabei unserer Branche neue Impulse geben!

Was sind deine Pläne in naher Zukunft?
Ich habe aufgehört Pläne zu schmieden. Denn meistens ist alles anders gekommen als ich es geplant habe. Das Gute dabei, immer besser als ich je gedacht habe…. also ich lasse mich einfach überraschen!

Du arbeitest für eines der größten Industrieunternehmen Österreichs, was möchtest du der Branche mitgeben?
Dass das wichtigste Gut in das wir investieren können, die Ausbildung ist. Denn nur mit hohem fachlichen & unternehmerischen Know-how lässt sich das Image der Friseurbranche langfristig verbessern. Ich bin stolz darauf, durch meine Arbeit bei P&G Salon Professional, meinen Beitrag dazu leisten zu können!

www.wella.com


Juli 2010

Interview: Katja Ottiger
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