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Live aus Paris: eine Momentaufnahme von Kollegen
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Live aus Paris: eine Momentaufnahme von Kollegen

Die schrecklichen Vorfälle in Paris lassen niemanden unberührt. Aber wie geht es Friseurkollegen in der französischen Hauptstadt? Antworten von Claudia und Willy Rieswick .... nachgefragt hat Jürgen Tröndle.

Der Schock sitzt tief, Frankreich hat den Ausnahmezustand ausgerufen, die Grande Nation trauert. Nur langsam kehren Alltag und öffentliches Leben zurück in die sonst lebensfrohe Metropole an der Seine. Aber denken die Leute eigentliche an Beauty? Wir haben uns gefragt, wie es Friseurkollegen in Paris geht und bei Claudia und Willy Rieswick nachgefragt. Die beiden betreiben in Paris zwei La Biosthetique Salons mit 20 Mitarbeitern.


imSalon: Wie geht es euch nach den furchtbaren Ereignissen in Paris?
Uns geht's soweit gut, es ist uns nichts passiert und wir persönlich kennen auch niemanden, der bei den Attentaten ums Leben kam oder verletzt wurde. Aber wir kennen Leute, die Freunde verloren.

imSalon: Wie sieht es gerade in den Salons bei euch/bei den anderen Friseuren aus?
Am Samstag war der große Schock, man wusste ja noch nichts Genaues. Die erste Auswirkung war, dass 50% der Mitarbeiter, und auch genauso viele Kunden, aus Angst nicht in den Salon kamen. Wir denken, alle Friseure haben signifikante Einbußen. Aber die Kunden, die in die Salons kommen, sind netter zueinander, die große Angst schweißt zusammen. Man merkt das auch im Straßenverkehr, der ist weniger aggressiv.

imSalon: Wie wirkt sich das wirtschaftlich aus?
Wir alle wissen, wenn noch 1-2 weitere Sachen passieren, wird das ganze öffentliche Leben zusammenbrechen und wir werden nicht nur ein kurzfristiges, sondern ein längerfristiges Problem bekommen. Besonders schwierig wird es für die Friseursalons in Einkaufszentren, da solche Orte mehr und mehr gemieden werden.

imSalon: Glaubt ihr, dass die letzten Tage etwas im zukünftigen Friseursalonleben ändern werden?
Auf das Geschäftsleben wirkt sich das sofort aus. Die Stimmung ist gedrückt, die Menschen sind besorgt, sie fühlen sich nicht sicher und sagen ihre Termine ab. Jeder gibt sich positiv, aber eigentlich haben alle eine scheiß Angst. Wir wissen nicht, ob das in Zukunft einen Einfluss auf das Friseurleben haben wird, aber eins ist sicher: die ganze ökonomische Seite leidet sofort. Der Tourismus ist zusammengebrochen. Die Hotels, die Restaurants und die großen Einkaufshäuser sind leer. Wie lange das dauern wird, kommt ganz darauf an, ob es noch andere Anschläge geben wird. Die Stadt ist voll von schwer bewaffnetem Militär und die Polizei Sirene hört man andauernd.
Voilà, soviel erst einmal. Wer weiß was morgen ist.


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