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Ein Übungskopf geht um die Welt
L'Image

Ein Übungskopf geht um die Welt

Wir haben einen Übungskopf in allen Stationen seiner Herstellung begleitet und sind dabei um die halbe Welt gereist.

Die deutsche Firma L'Image stellt nun schon seit 25 Jahren Übungsköpfe für den Friseurbetrieb her. Wir haben uns gefragt, wie diese Köpfe eigentlich hergestellt werden und haben einen der Köpfe begleitet. Vom Echthaar aus Indien bis zur Berlin Fashion Week, dazwischen auch ein Abstecher nach China. Die Stationen, die ein Übungskopf bei seiner Herstellung durchläuft, sind ganz schön aufregend.

Indische Tempelgaben


Die Reise des Übungskopfes beginnt in Indien. Hier begeht man neue Lebensabschnitte und Gelübde stets mit geschorenem Kopf. Die gläubigen Hindus stehen in einigen Wallfahrtsorten sogar viele Stunden Schlange, nur um im Tempel ihr Haar zu opfern. Die Tempel wiederum verkaufen diese Haare und sichern damit ihre Existenz.



Schauplatz China


L'Image hat eine Kooperation einer chinesischen Firma in der Nähe von Shanghai. Hier wird das indische Tempelhaar zunächst gewaschen. Um die dicken Haare der europäischen Haarstruktur anzugleichen, wird es chemisch behandelt: Die oberste Schuppenschicht wird entfernt und das Haar wird dünner und flexibler.



Einmal Waschen und Färben, bitte


Die Haare werden gekämmt, sortiert, gestapelt, gereiht, nochmal gekämmt und schließlich auch gefärbt. Währenddessen wird die Haut des Übungskopfes aus heißem PVC gegossen. Die Gesichter können hier jede erdenkbare Form haben. Sie sind individuell, wie bei echten Menschen auch: Kopfformen von schmal bis breit, von sehr weiblich bis sehr männlich, mit unterschiedlichen Lippen, Augen, Wangen,...



Sprühschminke im Sekundentakt


Ist die Form fertig, wird mit Sprühfarbe im Sekundentakt geschminkt. Von Nude bis Femme Fatale ist alles dabei, was bei uns im Westen gut ankommt. Die Haare werden in mühseliger Kleinarbeit von Hand in die PVC-Kopfhaut eingestochen und fixiert - allein diese Arbeit dauert pro Kopf einen ganzen Tag!



Der hohle Übungskopf kann nun aufgefüllt und mit einer Halterung für Stative versehen werden. Nun wird der Kopf ein letztes Mal gekämmt und gereingt, damit er auch hübsch für seine lange Reise ist. Nach einer Qualitätskontrolle gehts auch schon einzeln Verpackt nach Deutschland ins L'Image Lager. Hier wird der fertige Kopf schließlich an Kunden aus aller Welt vermittelt, an die Industrie, an Innungen, Schulen und private Friseure.

www.limage.de

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März 2015

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